Yujin Lee, Südkorea 2025, 122 Minuten, Koreanisch mit deutschen Untertiteln
Nach dem Tod ihrer Mutter, einem Streit mit der queeren Community Seouls und mit Geldsorgen verlässt die exzentrische Manok (Mal-bok Yang) ihre mit harter Arbeit aufgebaute Bar, langjährige Freundinnen und ihre charismatische Partnerin Geum-ja (Jung-young Kim). In ihrer ländlichen Heimatstadt möchte sie einen Neuanfang wagen. Dort ist sie nicht nur mit dem Verlust ihrer Mutter und dem konservativen Weltbild der Mitmenschen konfrontiert, sondern auch mit ihrem aufbrausenden Ex-Mann (Wan-kyu Park), der als Bürgermeister die Stadt regelrecht schikaniert.
Doch die taffe Manok lässt sich nicht unterkriegen und versucht nach und nach, ihre Mitmenschen von ihrer toleranten und lebensfrohen Einstellung zu überzeugen. Richtig Fahrt nimmt die Geschichte auf, als sie sich als Gegenkandidatin für die nächste Amtswahl aufstellen lässt. Dabei hat Manok einen vielleicht entscheidenden Vorteil: sie weiß, wie sehr Menschen einfach nur gesehen werden möchten.
Mit Manok bringt die Regisseurin, Produzentin und Drehbuchautorin Yujin Lee frischen Wind auf die Leinwand und präsentiert ein humorvolles Porträt des Landlebens, das aufgewirbelt wird durch eine queere Person, die Raum und Respekt einfordert.