Ian de la Rosa, Spanien/Deutschland/Belgien 2026, 85 Minuten, Spanisch/Arabisch/Deutsch mit deutschen Untertiteln
Iván, ein junger Transmann, bekommt die Chance seines Lebens: Er soll zum Vorarbeiter der Verpackungshalle eines riesigen Gemüsebetriebs aufsteigen. Während der Einarbeitung trifft er die junge nordafrikanische Wanderarbeiterin Hadoum wieder, die er schon aus der Schule kennt. Sie fasziniert ihn sofort durch ihre spröde und unangepasste Art. Die beiden beginnen ein vorsichtiges Liebesverhältnis, doch unterdessen führen die Arbeitsbedingungen im Betrieb zunehmend zu Reibereien. Hadoum solidarisiert sich mit den Arbeiterinnen, während Iván aufgrund der langjährigen Beziehungen seiner Familie zu den Besitzern des Betriebs zum Vorarbeiter befördert wird. Der schwere Konflikt zwischen den beiden Liebenden ist durch diese Konstellation vorgezeichnet …
Ian de la Rosa, selbst trans, drehte in der unwirklich wirkenden Welt der spanischen Plastikplanen-Gewächshäuser. Der Film mit seinen wunderschönen, poetischen Bildern und seinem sanften Tempo verbindet auf geschickte Weise das Gerne des Liebesfilms mit dem des Sozialdramas.
Iván und Hadoum ist der erste abendfüllende Spielfilm Ian de la Rosa und gewann auf der Berlinale 2026 gleich den Teddy Award für den besten Spielfilm.