Yana Sad, Deutschland 2024, 87 Minuten, Russisch mit englischen Untertiteln, die Vorstellung findet im Hofsaal statt
In diesem einfühlsamen Doku-Drama begegnen wir Filmemacherin Yana und der Theaterregisseurin Yaroslavia inmitten eines emotionalen Chaos aus dem Beginn ihrer aufregenden Beziehung, der Trennung von ehemaligen Partnern, dem Trubel von St. Petersburg, dem Beginn des Kriegs in der Ukraine, der Corona-Pandemie und der damit verbundenen enormen Ungewissheit über die Zukunft. Hinzu kommt Yaroslavias einschneidende Lungenkrebs-Diagnose, deren Schwere das Paar mit Humor, dem Bedürfnis nach politischer Aktion und bedingungsloser Fürsorge begegnet. Denn eines verändert sich trotz aller Hürden in der Beziehung nicht: der Rückhalt in- und die Liebe zueinander.
In ihrem ersten Dokumentarfilm erlaubt uns Yana Sad einen tiefen Einblick in ihr Privatleben. Die intimen Aufnahmen nehmen sich die nötige Zeit, um die gesamte Bandbreite von Emotionen einzufangen und das Publikum eindrücklich spüren zu lassen. Die beiden Protagonistinnen scheinen ihre eigene Geschichte zu schreiben, egal was das Leben ihnen gibt, und sie vermitteln ihre Erfahrungen aus diesem herausfordernden Lebensabschnitt in einem subtil hoffnungsvollen Ton, der noch lange nach Ende des Films nachhallt.