Les jours heureux Junna Chif, Kanada 2025, 84 Minuten, Französisch/Englisch mit englischen Untertiteln
Ein feministischer Film über zwei selten erzählte Lebenswelten: die Gemeinschaft von Sexarbeiter*innen und die Sexualität von Menschen mit Behinderungen – beide im Kino noch immer kaum sichtbar.
Die Burlesque-Tänzerin und Sexarbeiterin Elizabeth liebt ihren Beruf, spürt jedoch den Wunsch nach Veränderung und nach neuem Sinn. Als sie Floyd trifft, den sie zunächst für ihren letzten Kunden hält, nimmt eine Entwicklung ihren Lauf, die sie an Grenzen, aber auch darüber hinaus führt.
Mit großer Nähe verbindet dieser Film Dokumentarisches und Fiktion. Invisibles blickt sinnlich und ungeschönt auf eine oft verborgene Welt, ohne zu bemitleiden oder zu verklären. „Manche Szenen mögen schwer anzusehen sein, aber sie sind niemals mit der Absicht kreiert, Mitleid in der Öffentlichkeit zu wecken.“ Sinnlich, ungeschönt und überraschend menschlich rückt die Autorin Junna Chif in ihrem Spielfilmdebüt Menschen mit Behinderungen und selbstbestimmte Frauen in den Mittelpunkt, die wissen, was sie wollen und ihre Sexualität selbstbewusst leben.
Seine Weltpremiere feierte Invisibles 2025 beim Tallinn Black Nights Festival. Beim Cinemania in Québec wurde er als bester Québecer Film und für die beste Regie ausgezeichnet.