Brezel Göring, Deutschland 2026, 74 Min., Deutsche Originalversion, FSK 16
Charlotte, Helena und Oskar waren einst unzertrennlich. Nach langer Zeit treffen die drei Freund*innen wieder aufeinander und reisen gemeinsam in den Urlaub nach Italien. Die erfolgreiche Schauspielerin Charlotte hat die Reise organisiert und hofft, die alten Bande neu zu knüpfen. Doch unter der Oberfläche schwelen längst vergangene Konflikte, Enttäuschungen und unerfüllte Erwartungen.
Als der geheimnisvolle Rudolph auftaucht, gerät die fragile Dynamik der Gruppe endgültig aus dem Gleichgewicht. Alle drei fühlen sich von dem Fremden angezogen und beginnen eigene Beziehungen zu ihm aufzubauen. Die neu entfachten Gefühle sorgen zunächst für Euphorie und eine Rückkehr zu jener Freiheit und Leichtigkeit, die sie einst miteinander verbunden hat. Bald jedoch machen sich Eifersucht, Konkurrenz und alte Verletzungen bemerkbar.
In dem Versuch, an vergangene Träume anzuknüpfen, beschließt die Gruppe, gemeinsam einen Film zu drehen. Das kreative Projekt wird zum Experiment für ihre Freundschaft und konfrontiert sie zugleich mit ihren Sehnsüchten, Unsicherheiten und ihrer gemeinsamen Vergangenheit. Während Realität, Fantasie und filmische Inszenierung zunehmend ineinanderfließen, geraten die Beteiligten immer tiefer in ein Geflecht aus Begehren, Selbstinszenierung und zwischenmenschlichen Spannungen.
Mit bewusst rauer Super-8-Ästhetik, skurrilem Humor und großer Lust am Improvisierten erzählt Brezel Görings Spielfilmdebüt von Menschen, die sich weigern, erwachsen zu werden. Für immer 16 ist eine ungewöhnliche Mischung aus Komödie, Melodram und Underground-Film über Freundschaft, Liebe und die Sehnsucht, den Geist der Jugend festzuhalten.