Alexandre Koberidze, Deutschland/Georgien 2025, 186 Min., georgisches original mit deutschen Untertiteln, FSK o.A.
Die junge Sportfotografin Lisa verschwindet eines Tages spurlos. In einem Brief kündigt sie ihr Verschwinden an, ohne ihren Aufenthaltsort preiszugeben. Ihr Vater Irakli, ein Sportdozent, macht sich daraufhin auf die Suche nach ihr. Begleitet wird er von Levani, Lisas bestem Freund, der im Film zwar hörbar, aber nie sichtbar ist.
Die Spur führt die beiden durch die ländlichen Regionen Georgiens. Lisa hatte zuletzt für ein Magazin verlassene und vergessene Fußballplätze fotografiert, und genau diesen Orten folgen Irakli und Levani auf ihrer Reise. Von Dorf zu Dorf, von Sportplatz zu Sportplatz befragen sie Kinder, Anwohner und zufällige Begegnungen nach Hinweisen. Doch die Erzählungen bleiben oft widersprüchlich und scheinen die Suche eher in neue Richtungen zu lenken, als sie ihrem Ziel näherzubringen.
Allmählich wird die Suche nach Lisa zu einer Reise durch die Landschaften, Erinnerungen und Geschichten Georgiens. Der Film richtet seinen Blick auf Menschen, Tiere, Dörfer und Orte im Wandel und entfaltet dabei ein poetisches Panorama eines Landes zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Die Frage nach Lisas Verbleib bleibt der Ausgangspunkt einer vielschichtigen Erkundung von Verlust, Sehnsucht und den Spuren, die Menschen an den Orten ihres Lebens hinterlassen.