Kai Stänicke, Deutschland 2025, 122 Minuten, Deutsche Originalfassung
Das grandiose Langfilmdebüt von Kai Stänicke erhält bei den PERLEN 2026 den 11. QueerScope-Debütfilmpreis!
Nach 14 Jahren Abwesenheit kehrt Hein (Paul Boche) auf seine entlegene Heimatinsel in der Nordsee zurück. Die Dorfgemeinschaft schwankt zwischen Ablehnung, Neugier und Zweifeln daran, ob der Neuankömmling wirklich der ist, der er vorgibt zu sein. Nicht einmal die demenzkranke Mutter und die jüngere Schwester scheinen ihn wiederzuerkennen. Auch Heins Jugendfreund Friedemann (Philip Froissant) reagiert abweisend, nur Greta (Emilia Schüle) hält zu ihm. Und so muss sich Hein einem Tribunal der Inselbevölkerung stellen, mit dem seine Identität geklärt werden soll.
Der Heimatlose erzählt eine universelle Geschichte vom Fremdsein in vertrauter Umgebung und von Macht und Unzuverlässigkeit der Erinnerung. Seine Weltpremiere feierte der Film auf der Berlinale 2026. Dort gewann er den Jurypreis beim Teddy Award sowie zahlreiche Preise auf weiteren Festivals. Die Filmparabel mit ihren kargen, eindrucksvollen Bildern und starkem Cast erinnert an Klassiker wie „Dogville“ (Lars von Trier) und „Rashomon“ (Akira Kurosawa). Selten war queeres Kino aus Deutschland so subtil und so vielschichtig!
Zu Gast: Kai Stänicke