Miss Carbón Agustina Macri, Argentinien/Spanien 2025, 94 Minuten, Spanisch mit deutschen Untertiteln
Carlita Rodríguez hat Geschichte geschrieben. Als Transperson will sie durchsetzen, dass auch Frauen – cis wie trans – den extrem harten Job in den Kohleminen Patagoniens machen dürfen. Den Respekt vieler Kollegen ihrer Schicht hat sie bereits errungen, nun muss Carlita den Kampf gegen ihre Arbeitgeberin antreten, einer Bergbaugesellschaft, deren Richtlinien Frauen die Arbeit im Flöz untersagen. Dieses Verbot beruht nicht nur auf traditionellen Rollenklischees, sondern auch auf einem uralten und weit verbreiteten Aberglauben. So wird aus Carlitas ganz persönlichem Weg eine veritable Revolution gegen Irrationalität, Vorurteile und Traditionalismus.
Als Spielfilm porträtiert Regisseurin Agustina Macri die reale Person Carlita Rodríguez, die mit ihrem Arbeitskampf im Jahr 2011 in Argentinien zu einer Ikone für Frauen- und Transrechte in einer immer noch sehr patriarchalen Gesellschaft wurde. Im Buenos Aires Herald kommentiert die Regisseurin – Tochter des rechtskonservativen argentinischen Ex-Präsidenten Mauricio Macri, der nunmehr den jetzigen Präsidenten Xavier Milei unterstützt – deren Politik wie folgt: „I see so much hate everywhere in Latin America, in presidents and in how they enable society to keep exercising discriminatory actions and violence. We really need to change that.”