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Vier Frauen und drei Männer stehen draußen auf einer Rasenfläche in zwei Reihen. © Stahl, Region Hannover

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Werner Fahrenholz (1925-2002)

Seine traurige Lebensgeschichte ist unter dem Titel "Die Diskriminierung hört niemals auf" in der Schriftenreihe der Gedenkstätte Ahlem zu beziehen.

Werner Fahrenholz wird am 2. Marz 1925 in Peine in eine Familie deutscher Sinti geboren. Sie reisen im Wohnwagen, der Vater handelt mit Pferden. In den 1930er Jahren lebt die Familie auf einem Stellplatz am Tonniesberg in Hannover-Ricklingen. Nach dem Ende seiner Schulpflicht im Jahre 1939 wird Werner Fahrenholz eine Arbeit im Straßenbau zugewiesen. Nach kurzer Krankschreibung verhaftet ihn die Gestapo Ende 1940 als "arbeitsscheu" und weist ihn in das "Arbeitserziehungslager" Liebenau bei Nienburg an der Weser ein. In den kommenden Jahren wechseln Arbeit, Verhaftungen, Verhöre und Lageraufenthalte einander ab. Im Januar 1944 werden Werner Fahrenholz und sein Bruder zwangssterilisiert. Nach einer weiteren Verhaftung ist Fahrenholz wahrend eines Bombenangriffs im Jahre 1944 im Dachgeschoss des Gestapo-Gefängnisses Ahlem eingeschlossen. Es gelingt ihm, eine Dachluke aufzuhebeln und zu fliehen. Die Monate bis zur Befreiung kann er sich bei Verwandten verstecken. Nach Kriegsende baut sich Werner Fahrenholz eine Existenz als Unterhaltungsmusiker auf. Kurz vor seinem Tod führen Hans-Jürgen und Shaun Hermel ein Video-Interview mit ihm, das zur Grundlage für eine Publikation wird.