Antikriegstag

Gedenkveranstaltung am Ehrenfriedhof

Blumenkränze und die Friedenstaube von Picasso vor dem Denkmal am Ehrenfriedhof.

Zum offiziellen Antikriegstag am 1. September hat Hannover diesen Freitag auf dem Ehrenfriedhof am Maschsee-Nordufer den Opfern von Krieg und Gewalt gedacht. 

Die Übergabe der Friedenstaube durch Richard Hillinger an die Stadt Hannover, vertreten durch den Oberbürgermeister Stefan Schostok. (von links: Dirk Schulze (Erster Bevollmächtigter der IG Metall Hannver), Stefan Schostok (Oberbürgermeister der LHH), Richard Hillinger (Künstler und Schaffer der goldenen Friedenstauben) 

Mit dem Überfall auf Polen am 1. September 1939 wurde der Zweite Weltkrieg ausgelöst, der Millionen von Menschen das Leben kostete. Der Antikriegstag erinnert alljährlich an den Beginn, die Folgen und die Opfer des Krieges. Die Initiative für diesen Gedenktag ging in den Fünfziger- und Sechzigerjahren vom Deutschen Gewerkschaftsbund aus und wird von den Gewerkschaften nicht nur als Möglichkeit zum Gedenken, sondern auch als Mahnung für eine Welt ohne Krieg gesehen. 

Veranstaltung am Maschsee-Nordufer

Oberbürgermeister Stefan Schostok befestigt den symbolischen Ölzweig als Zeichen für Frieden an der goldenen Taube.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Dirk Schulze von der IG Metall Hannover die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und nahm mit seinen Worten Bezug auf das aktuelle Weltgeschehen und betonte die Notwendigkeit der Unterstützung von Friedensinitiativen. Danach sprach Oberbürgermeister Stefan Schostok sein Grußwort und auch er hob hervor, dass Frieden ein Luxus sei, den man aktiv erhalten müsse. Zum Zeichen des Friedens überreichte Künstler Richard Hillinger eine seiner 30 goldenen Friedenstauben an Stefan Schostok, der sie im Namen der Stadt Hannover entgegen nahm. Daraufhin steckte Schostok der Taube den Ölzweig an, als Symbol für den Frieden. Die 30 Tauben von Richard Hillinger stehen jeweils für einen der 30 Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Bei jeder Übergabe wird ein Artikel ausgesucht, die Stadt Hannover hat sich für Artikel 3 entschieden, "Jeder hat das Recht auf Leben. Jeder hat ein Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person." Das reisende Kunstwerk wird bis 2018 in Hannover bleiben und dann im Rahmen einer "Mayors for Peace" Konferenz an die Stadt Münster gehen. Im Anschluss kam die IG Metall Jugend zu Wort und zogen einen Bogen von der Vergangenheit, mit den Opfern des Nationalsozialismus, zu allen Opfern von Krieg und Gewalt in der Gegenwart. Als Aktion für den Frieden hatten sie die Friedenstaube von Pablo Picasso als Bilderpuzzle vorbereitet und ließen die Veranstaltungsteilnehmerinnen und -teilnehmer das Bild zusammensetzen. 
Abschließend folgte die Kranzniederlegung. 

Die Aktion der IG Metall Jugend.

Gedenken zum Antikriegstag in Hannover 

In Hannover wird an zahlreichen Orten der Opfer des Krieges gedacht. Die gemeinsame Gedenkveranstaltung der IG Metall Hannover und der Landeshauptstadt Hannover findet jedes Jahr zum 1. September am Ehrenfriedhof Maschsee-Nordufer statt. Die Mitglieder der IG-Metall-Jugend gestalten das Gedenken inhaltlich: Die jungen Auszubildenden setzen sich dabei intensiv mit den Ursachen und Folgen von Krieg auseinander und appellieren für eine friedvolle Konfliktbewältigung.