Betriebsrestaurants in der Stadt

Uni-Hauptmensa

Die Hauptmensa der Leibniz Universität Hannover mit ihrem pragmatischen Architekturstil aus den 1980er Jahren, der dunkelgrünen Fassade und dem weiträumigen Platz davor ist einfach nicht zu übersehen. Der kantige Komplex am Welfengarten hinter dem Uni-Hauptgebäude wurde 1981 errichtet, durch die große Eingangshalle führen drei von einander getrennte Treppenaufgänge zur Mensa im Obergeschoss.

Treppenaufgang in der Hauptmensa der Leibniz Universität Hannover.

Studentenfutter à la carte

1995 hatte das Nachrichtenmagazin "Focus" das Essen in der hannoverschen Hauptmensa als das beste von insgesamt 19 bundesweit getesteten Mensen bewertet. Dank Norbert Claßen, der damals gerade den Job als neuer Küchenchef und Bereichsleiter der Mensen des hannoverschen Studentenwerks übernommen hatte (und heute das Restaurant "Der Gartensaal" im Neuen Rathaus Hannover und das Kasino im Gewölbekeller darunter managt), kurz darauf das Speisenangebot verfeinerte und dann das so genannte "free flow"-System einführte.

Dieses "frei fließende" Konzept, bei dem jeder Mensa-Gast sich sein Menü selbst zusammenstellen kann, gibt es bis heute – zu erkennen an den drei Aufgängen von der Eingangshalle der Mensa hinauf zum Speisesaal mit seinen 1.440 Plätzen: Aufgang A steht für Tellergerichte wie Bayerischer Leberkäse mit Schmorzwiebeln und Kartoffelpüree oder Lasagne mit Spinat und Käsesauce, am Aufgang B gibt es Eintöpfe (rechts) und das Wahlmenü mit Fleisch oder Fisch (links) wie etwa Frikadelle mit Jägersauce oder gebackenes Schollenfilet mit hausgemachter Remoulade, Aufgang C bietet ein vegetarisches Wahlmenü (beispielsweise mit warmem Hirtenkäse und Salsa verde oder süß-saurem Pfannengemüse mit Mandeln und Pilzen) und am Curry-Counter schließlich Currywurst und auch Hähnchen-Nuggets mit Pommes.

Gut essen für wenig Geld

Die Portionen und die Qualität sind okay, die Vor-, Haupt- und Nachspeisen machen satt und sind für Studierende sowieso und auch für Bedienstete und Gäste überaus erschwinglich: für die Currywurst mit kleiner Portion Pommes etwa zahlen die angehenden Akademiker 2,80 Euro, Bedienstete 3,40 Euro und Gäste 3,70 Euro. Eine attraktive Alternative zum Großküchenessen ist übrigens auch eine von Claßens Ideen: Der Marktstand direkt im Speisesaal – mit Gratins, Pizzen und Steaks, die vor aller Augen frisch zubereitet werden und deshalb auch etwas mehr kosten. Generell zahlen Gäste je nach Gericht bis zu 2,55 Euro mehr als Studierende. Eine Ausnahme ist das gute und große Salatbuffet mit rund 30 verschiedenen Zutaten, Dressings und Toppings in der Mitte zwischen Aufgang A und B: Dort kostet der Teller für Gäste nur 0,45 Euro mehr; abgerechnet wird pro 100 Gramm direkt auf der Waage an der Kasse. Davon gibt es pro Aufgang jeweils zwei – eine für die Bezahlung mit der aufladbaren MensaCard und eine für Barzahlung.

Mittagspause auf dem Balkon

Mit weit über 1.000 Sitzplätzen ist die Uni-Hauptmensa zwar nicht gerade gemütlich und ruhig, trotzdem lässt sich der Lunch-Break auch ganz entspannt genießen. Zum einen sind die Tische auf mehrere Ebenen verteilt, dann gibt es im hinteren Teil des Speisesaals einen familienfreundlichen Eltern-Kind-Bereich mit Spielecke, und wer lieber an der frischen Luft is(s)t, der kann seine Mittagspause auch an den Tischen auf der Balkongalerie verbringen.

 

Mittagstisch auf einen Blick

Zeiten

Mo-Do, 11:30-15:00 Uhr, Fr 11:30-14:30 Uhr (Vorlesungszeit)

Mo-Fr, 11:40-14:30 Uhr (vorlesungsfreie Zeit)

Kosten (Gäste)

3,70-8,50 Euro

Barzahlung

ja

Guthabenkarte / Pfand

ja / 5,00 Euro

Stand

September 2019