300 Jahre Herrenhäuser Allee - Hannover.de

Jubiläen 2026

300 Jahre Herrenhäuser Allee

Nur wenige Bäume am Königsworther Platz sind tatsächlich 300 Jahre alt, mussten die ursprünglich 1726/27 gepflanzten Bäume aus Sicherheitgründen Anfang der 1970er-Jahre doch weitgehend abgeholzt werden.

Herrenhäuser Allee

Die fast zwei Kilometer lange Herrenhäuser Allee wurde 1726 als Verbindung zwischen Stadt und Schloss angelegt. Vier Reihen Linden bilden drei nebeneinander liegende Wege, der mittlere war für Kutschen und Equipagen, einer für Reiter und einer für Fußgänger vorgesehen. Die Alleen waren anfangs seitlich eingefriedet, an den beiden Enden verhinderten Schlagbäume unerwünschten Zutritt.

Während der Fremdherrschaften, unter denen die Stadt Hannover von 1801 bis 1813 anfangs unter preußischer, dann französischer Besatzung litt, kaufte Johann Gerhard Helmcke sämtliche Bäume der Alleen und rettete sie dadurch vor dem Abholzen durch die französischen Truppen. Hannover ehrte diese patriotische Tat 1928 mit der Erstellung des Helmcke-Denkmals. 

Das Helmcke-Denkmal in der Nordstadt.

1817 bis 1820 erbaute Georg Ludwig Friedrich Laves – als eines seiner ersten größeren Werke seines Schaffens in Hannover – die Wohnung für den zweiten Gartenmeister der Herrenhäuser Gärten, die später als Bibliothekspavillon genutzt wurde. Das Gebäude bildete den architektonischen Auftakt des Berggartens in einer Hauptachse des Großen Gartens in Herrenhausen und lag in der Sichtachse und als Endpunkt der Herrenhäuser Allee.

Bunte Pracht am Bibliothekspavillon

Im zweiten Weltkrieg trug die Allee schwere Schäden davon und wurde durch die Pflanzung von rund 1.300 Kaiserlinden in den Jahren 1972 bis 1974 vollständig erneuert.

Quellen: Stadtchronik Hannover, Wikipedia, herrenhäuser-gärten.de

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