Nach einer Brauerlehre in Hamburg hat der gebürtige Gronauer in Stöcken niedergelassen und eine Biersorte entwickelt, im Gegensatz zu den üblichen Bieren der damaligen Zeit nicht so braun, sondern hellbraun, kräftig und wohlschmeckend war. Es ist ein ungehopftes oder nur schwach gehopftes Weißbier, das mit hellen Malzen eingebraut wurde. In diversen historischen Quellen sind leicht variierende Rezepte zu finden, gemeinsam ist jedoch allen Beschreibungen, dass explizit darauf hingewiesen wird, dass Luftmalze und ofengedarrte helle Malze zu verwenden und Rauchgeschmack strikt zu vermeiden sei. Es hatte daher keinen Rauchgeschmack, was den leichten, weinigen Charakter des Broyhans genau so erklärt wie die Tatsache, dass leichte Fehler wie ein Säurestich sofort schmeckbar waren und nicht vom Raucharoma übertüncht wurden. Das Broyhanbier traf offensichtlich den Geschmack der Zeit und niemand Geringere als Herzog Erich I. von Braunschweig-Calenberg (1470-1540) fand diese lobenden Worte: „Wir verspüren daraus, daß Gott unsere gute Stadt Hannover nicht verlassen will; zwar hat sie die Schifffahrt nach Bremen verloren, dafür hat jedoch der Herr sie wiederum mit dem Broyhan segnen wollen.“ Und so wurde das hellbraune, obergärige Bier zu einem Exportschlager der Stadt, das ihr eine wirtschaftliche Blüte bescherte und sie zu einer Bierstadt ersten Ranges emporhob.
Broyhan, offensichtlich zu Wohlstand gekommen, kaufte nach dem Haus an der Mühlenstraße auch das nach ihm benannte Broyhanhaus an der Kramerstraße, nahe dem Zentrum der damaligen Stadt an der Marktkirche. Das Haus ist das zweitälteste erhaltene Fachwerkgebäude in Hannover. Während der erste Bau um 1400 entstand, stammt das Broyhanhaus von 1576. Das Gütezeichen dieses Bieres, der 1546 erstmals geprägte „Broyhan-Taler“, wurde das Markenzeichen der späteren Brauer-Gilde, in der sich die Brauberechtigten zusammengeschlossen hatten. Er ist noch heute das Markenzeichen der 1546 gegründeten Gilde Brauerei. Seit 2017 hat Gutshofbrauerei Das Freie in Rethmar eine Interpretation des Broyhan im Sortiment.
Quellen: Stadtchronik Hannover, Wikipedia, brau!magazin