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Fête de la Musique 2020

Fête mal anders und dennoch wunderbar

Dieses Jahr war alles anders beim beliebten Musikfestival: Am Sonntag, 21. Juni, feierte Hannover das größte Musikfest der Welt unter dem Motto "Fête mal anders". Gemeinsam mit vielen anderen Städten in Deutschland und rund um den Erdball feierte Hannover den musikalischen Sommeranfang nicht im öffentlichen, sondern im digitalen und privaten Raum.

Das gewohnte Miteinander konnte in diesem Jahr wegen der coronabedingten Einschränkungen nicht live stattfinden und so musizierten viele Hannoveraner*innen online und die Musiker*innen, die normalerweise am 21. Juni in der hannoverschen Innenstadt auf der Bühne gestanden hätten, waren über eine App zur Fête Hannover mit den dazugehörigen Standorten abrufbar und hörbar.

Sechs Bands aus dem Bewerber*innen-Pool der Fête de la Musique

  • 5 Minuten Liebe,
  • Ottolien,
  • Lukas Dolphin,
  • Source of Rage,
  • Now or Nellie,
  • Jan Jakob & Band

spielten ihre jeweils 45-minütigen Open-Air-Sessions auf dem Gelände des MusikZentrums Hannover. 420 Tickets für die sogenannten Hofkonzerte waren innerhalb weniger Stunden vergriffen.

Das zweite Live-Highlight waren zwei Konzerte des Blechbläserquintetts aus den Reihen der NDR Radiophilharmonie im Garten des Deutschen Museums für Karikatur und Zeichenkunst Wilhelm Busch.

Und was ist ein Musikfestival ohne Traditionen? Das gemeinschaftliche Singen gehört seit Jahren zum festen Bestandteil jeder Fête de la Musique. Deswegen riefen die Fête-Veranstalter*innen auch in diesem Jahr alle Hannoveraner*innen dazu auf, gemeinsam an musikalischen Gesangsaktionen teilzunehmen.

Um 17 Uhr wurde auf den beiden Bühnen, im Internet sowie auf einigen Plätzen der Landeshauptstadt Beethovens "Ode an die Freude" gesungen. Zum Abschluss der Fête, um 23 Uhr, erklang aus vielen Fenstern "Der Mond ist aufgegangen" - anders als gewohnt - aber dennoch wunderbar.

Hannovers Oberbürgermeister war am Nachmittag Gast im Musikzentrum und zeigte sich begeistert: "In erster Linie möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken, die dieses Fest der Musik ermöglicht haben. Die Organisator*innen und auch Künstler*innen haben alles unternommen, damit unsere Stadt heute trotz aller Umstände voller Musik ist – nicht nur live im MusikZentrum und im Garten des Wilhelm Busch Museums - sondern auch online.

Es ist immer wieder schön zu sehen, welche Macht Musik hat, wie sie Menschen verbindet. Das gemeinschaftliche Singen ist für mich – wie auch für viele Hannoveraner*innen - immer der Höhepunkt des Festivals, und es ist eine herausragende Leistung des Organisationsteams, dass sie auch in diesem Jahr diese Aktion möglich gemacht haben". 

Video-Download

Auf der "Fête Digitale" konnte man sich an einem Karaoke-Singen beteiligen. Wer seine Aufnahmen vom 21. Juni unter dem Hashtag #gigityourself veröffentlichte bekam dafür einen virtuellen Applaus.