Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Veranstaltungen

August 2017
8.2017
M D M D F S S
31 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3
Heute | Wochenende | kostenlos | Suche

Top-Services

Ratgeber

Zuletzt aktualisiert:

Winterdienst

Sichere Straßen und Wege im Winter

Der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) räumt öffentliche Straßen, Wege und Zufahrten. Eigentümer sind für Gehwege am eigenem Grundstück verantwortlich.

Damit die Straßen, Wege und Zufahrten im öffentlichen Bereich und vor privaten Grundstücken auch in der kalten Jahreszeit sicher bleiben, informiert der Zweckverband Abfallwirtschaft Region Hannover (aha) über die Grundlagen des kommunalen Winterdienstes und die Pflichten der Stadtbewohner.

Darum kümmert sich aha

aha ist für Schnee und Eis bestens gerüstet. Rund 6.000 Tonnen Salz und 3.000 Tonnen Splitt hat die Straßenreinigung eingelagert, dazu kommen 1.000 Tonnen Streusand. 260 Mitarbeiter mit 100 Streu- und Räumfahrzeugen sind einsatzbereit, um gefährliche Rutschpartien auf 2.000 Kilometern Straßen, Radwegen und Fußgängerüberwegen zu verhindern und verlässlich für freie Fahrt zu sorgen.

Kontrolle bereits in der Nacht

In den Wintermonaten hält aha ständigen Kontakt zu den Wetterdiensten. Sobald Schnee oder Eisglätte vorhergesagt werden, kontrollieren mehrere Mitarbeiter schon in der Nacht Straßen und Fußgängerüberwege im Stadtgebiet Hannover. Ist der Einsatz notwendig, verständigen sie rund 150 Kolleginnen und Kollegen der Rufbereitschaft. Innerhalb von 45 Minuten beginnen die Einsatzmannschaften dann mit dem Räumen und Streuen. Tagsüber werden sie von weiteren Kolleginnen und Kollegen der Straßenreinigung unterstützt.

Priorität: Räumung von verkehrswichtigen und gefährlichen Stellen

Den gesetzlichen Anforderungen zur Verkehrssicherungspflicht entsprechend, ist der kommunale Winterdienst verpflichtet, verkehrswichtige und gleichzeitig gefährliche Stellen auf öffentlichen Flächen zu räumen und zu streuen. Hierunter fallen nach dem kommunalen Räum- und Streuplan unter anderem die viel befahrenen Haupt- und Durchgangsstraßen, die vor allem dem öffentlichen Personennahverkehr dienen, sowie Zufahrten zu Krankenhäusern, Feuerwachen und Polizeidienststellen. Im Stadtgebiet sind das rund 420 Kilometer. Oberste Priorität haben in Hannover auch 3.800 Fußgängerüberwege, 715 Behindertenparkplätze und Fußgängerzonen mit einer Gesamtfläche von gut 500.000 Quadratmetern.

Zweite Stufe

In einer zweiten Stufe kümmern sich die aha-Winterdienstmitarbeiter nachrangig um kleinere Verbindungs-, Wohn- und Nebenstraßen.

Fahrradstrecken

Auch für die Sicherheit auf den wichtigsten Fahrradstrecken ist gesorgt: In Abstimmung mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und aha hat der Rat der Landeshauptstadt Hannover beschlossen, circa 250 Kilometer mit oberster Priorität im Winterdienst zu bearbeiten.

Prinzip des differenzierten Winterdienstes

aha arbeitet nach dem Prinzip des differenzierten Winterdienstes, bei dem Salz nur dort eingesetzt wird, wo es notwendig und sinnvoll ist. Deshalb werden vorrangig abstumpfende Streumittel wie Splitt und Sand, insbesondere auf allen Flächen ohne Fahrverkehr, eingesetzt. Weniger Salz im Winterdienst ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern bedeutet auch weniger Schäden an Fahrzeugen, Straßen und Brücken. Pro Einsatz und Quadratmeter streut aha nach den oben genannten Vorgaben je nach Bedarf durchschnittlich 100 g Splitt oder 10 g Feuchtsalz.

Dafür sind Grundstückseigentümer verantwortlich

Jeder Grundstückseigentümer – auch Hinterlieger – sind für das Räumen und Streuen von angrenzenden Gehwegen verantwortlich. Ausgenommen davon sind laut § 4 der Straßenreinigungssatzung nur der Cityring, der Weißekreuzplatz und dessen Verbindung zum Cityring. Die Räum- und Streupflicht erstreckt sich je nach Grundstückslage unter Umständen auch auf die Gehwege zu Haltestellen, zu den Auf- und Abgängen von U-Bahnanlagen (nur deren Zuwegung, nicht die Auf- und Abgänge selbst) und die Flächen zu den Wartehäuschen des öffentlichen Nahverkehrs.

Räum- und Streupflicht

Auf Gehwegen darf nur mit Splitt oder Sand gestreut werden. Als Serviceangebot hat aha hierfür rund 1.000 Streusandkisten im Stadtgebiet Hannover aufgestellt, aus denen sich Einwohnerinnen und Einwohner kostenlos bedienen können. Salz ist lediglich auf Treppen und Rampen erlaubt. Die Räum- und Streupflicht besteht werktags von 7 bis 22 Uhr sowie sonn- und feiertags von 8 bis 22 Uhr. In angemessenen Zeitabständen und je nach Wetterlage muss mehrmals täglich geräumt und gestreut werden. Die Abfallfahnder von aha sind verpflichtet, die Einhaltung der Räum- und Streupflichten sowie des Salzverbotes zu kontrollieren und Verstöße als Ordnungswidrigkeit zu ahnden.

Zugänge zu den Müllbehältern schnee- und eisfrei halten

aha bittet außerdem darum, die Zugänge zu den Müllbehältern für eine reibungslose Müllabfuhr schnee- und eisfrei zu halten. Zudem sind die Gossen und Ablaufschächte freizuhalten, damit Tauwasser ungehindert abfließen kann. So wird vermieden, dass bei erneutem Frost Wasser zu gefährlichen Eisflächen gefriert.

(Aktualisiert: 8. November 2016)