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Thementag Sport

Raum für Bewegung – Plätze für Familien

Mit Unterstützung des Instituts für Sportwissenschaft der Leibniz Universität und dem Zentrum für Hochschulsport veranstaltete der Fachbereich Sport und Bäder am Freitag, 10. November, auf dem SportCAMPUS Hannover den Thementag Sport 2017. 

Stehende Menschen, die die Arme zu den Seiten gestreckt haben. © LHH

Rege Beteiligung beim Thementag Sport 2017.

Um die Wünsche und Bedarfe von Familien im Sport interdisziplinär diskutieren und voranbringen zu können, wurden erstmals zwei etablierte Formate miteinander verbunden – der 3. Thementag Sport und das 5. Forum für Familien. Durch die Kooperation der drei Dezernate Soziales und Sport, Bildung, Jugend- und Familien sowie Wirtschaft und Umwelt bildeten die Erkenntnisse aus dem Sportentwicklungsplan, den Empfehlungen zu familienpolitischen Handlungsleitlinien und Maßnahmen für Familien (2016 – 2021) sowie dem Freiraumentwicklungskonzept Hannover 2030 die Grundlage für die Diskussion.  Ziel der Veranstaltung war, den Fragen nachzugehen, was Familien brauchen, um gemeinsam sportlich aktiv zu werden, welche Trends sich abzeichnen und vor allem, was die Landeshauptstadt und die einzelnen Akteure in den Quartieren dazu beitragen können.

So verlief der Thementag Sport 2017

Nach der offiziellen Begrüßung durch den geschäftlichen Leiter des Instituts für Sportwissenschaft der Leibniz Universität Herrn Prof. Dr. Effenberg sowie der Sozial- und Sportdezernentin Frau Beckedorf, veranschaulichte Herr Prof. Dr. Korte den 120 Teilnehmenden mit seinem Impuls "Bewegung ist gesund und macht schlau" die Zusammenhänge zwischen physischer Aktivität, Ernährung und Gehirnprozessen. "Bewegungslosigkeit und Übergewicht sind die Epidemien des 21. Jahrhunderts und beides kann nur mit Hilfe eines besseren Verständnisses von Gehirnprozessen verstanden und bekämpft werden", resümierte er. Bevor es in Workshops zu unterschiedlichen Bereichen weiterging, beleuchtete Frau Prof. Dr. Oppermann die Frage, wie es gelingen kann, die "ganze Stadt" als bewegungsfreundlichen Raum zu denken. Die aktuellen Sport- und Bewegungsbedürfnisse in der Gesellschaft verlangen mehr als die klassischen Sportanlagen. Sport ist ein Wohlfühlfaktor im täglichen Leben und diesen gilt es auch für Familien zu verbessern und zukunftsorientiert in Hannover aufzustellen. 

Beitrag zum Sportentwicklungsprozess

Die Arbeit in den sechs Workshops hat gezeigt, wie bedeutend der Sport als Querschnittsthema für Familien der Stadtgesellschaft ist. Bei solch einem übergreifenden Thema ist die Beteiligung von Fachkräften, Ehrenamtlichen und Einwohnerinnen und Einwohnern, auch außerhalb des organisierten Sports, wichtig. Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, ihre Ideen, Bedürfnisse und Wünsche in den verschiedenen Workshops einzubringen und so einen weiteren Beitrag zum nachhaltigen Sportentwicklungsprozess zu leisten. Die Erkenntnisse werden zunächst ausgewertet, dokumentiert und in der Folgezeit Interessierten zugänglich gemacht.

Sport als verbindendes Element

Die Landeshauptstadt Hannover sieht den Sport als verbindendes Element und möchte über dieses Medium allen Menschen einen gleichberechtigten Zugang sowie eine ungehinderte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Unter dem Leitsatz "Ganz Hannover ist ein Sportraum für alle!" sollen neue Wege gegangen werden, um den Sport besser in den Alltag von Familien integrieren zu können. 

Erkenntnisse werden dokumentiert und zugänglich gemacht

Die Erkenntnisse des Fachtages werden in die weitere Bearbeitung des Sportentwicklungsplans sowie des Freiraumentwicklungskonzepts Hannovers einfließen, das Empfehlungen zu familienpolitischen Handlungsleitlinien und Maßnahmen für Familien (2016 – 2021) abgibt.