Führungen und pädagogisches Angebot - Hannover.de

Moderne Medien, per­sönliche Geschichten

Führungen und pädagogisches Angebot

      

Fragen, entdecken, verstehen: Von kurzen Führungen über mehrtägige Workshops bis hin zu eigenständigen Projekten – das Angebot für Interessierte, Schulgruppen und Lehrkräfte ist umfassend und kann individuell zugeschnitten werden.

Geschichte für junge Menschen nachvollziehbar machen: Die Gedenkstätte Ahlem versteht sich als zentraler außerschulischer Lernort in der Region Hannover.

Pädagogisches Angebot

Unser pädagogisches Angebot richtet sich an Gruppen aus allen Schulformen ab der 7. Klassenstufe.

Darüber hinaus bieten wir Erwachsenenbildung und Fortbildungen für Lehrer*innen sowie Multiplikatoren*innen an.

Bildungsformate

  • Überblicksführungen von ca. 2 – 2,5 Stunden Dauer
  • Workshops von ca. 5 Stunden Dauer

Die Gruppenbetreuung ist in deutscher und englischer Sprache möglich.

Methodik

In den Workshops werden die Teilnehmenden durch Rechercheaufträge und Kleingruppenarbeit zu selbsterkundendem Lernen aktiviert. Sie erarbeiten sich Inhalte eigenständig und präsentieren anschließend ihre Ergebnisse im Plenum.

Für die Klassen 7 bis 9 bieten wir den Grundlagenworkshop „Geschichte im Überblick mit biografischen Zugängen“ an.

Weiterführende Workshops können ab der 10. Klasse gebucht werden und setzen voraus, dass die Schüler*innen eine Unterrichtseinheit zum Nationalsozialismus abgeschlossen haben. Das dadurch erlangte Verständnis von Grundlagen und Begriffen ermöglicht eine Vertiefung von ausgewählten Aspekten der NS-Geschichte.

Die Vermittlung erfolgt im Dialog mit der Gruppenbegleitung. Die Schüler*innen können sich aktiv in Bezug zu Geschichtserzählungen setzen.

Kosten

Alle pädagogischen Angebote der Gedenkstätte Ahlem sind kostenlos.

Fortbildungen

Die Gedenkstätte Ahlem bietet auch Fortbildungen für Multiplikato*rinnen und Lehrkräfte an. Die Themen knüpfen an die Inhalte der Ausstellung an, können aber auch darüber hinausführen.

Basis-Workshop (Klasse 7 bis 9)

„Geschichte im Überblick mit biografischen Zugängen“

In diesem Workshop erhalten Schüler*innen einen Überblick zu den Zeitphasen, die in der Gedenkstätte dokumentiert sind: Vom Kaiserreich über Weimarer Demokratie und Nationalsozialistische Diktatur bis in die Gegenwart. Einen persönlichen Zugang stellen wir über Einblicke in aussagekräftige Biografien her. In diesen Biografien finden wir Bezüge zu aktuellen Themen und Fragen, zum Beispiel: Wie verbreiten sich menschenfeindliche Einstellungen und wo finden sich diese in der Gegenwart?

Vertiefungsworkshops (ab Klasse 10, nach Abschluss der Unterrichtseinheit NS-Zeit)

„Minderheiten unter Druck – Ausgrenzung, Entrechtung, Deportation“

Anhand von Zeitzeug*innen-Aussagen, Dokumenten und Bildern erarbeiten die Teilnehmenden, wie Minderheiten im Nationalsozialismus ausgegrenzt, verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Dafür werden vor allem lokale Beispiele aus Hannover und Umgebung genutzt.

Zeitzeug*innen-Interviews

Die Gedenkstätte verfügt über eine große Sammlung an Interviews, die zum Teil in Ausschnitten in der Ausstellung gezeigt werden. Anhand dieser Interviews findet die Auseinandersetzung mit Geschichte statt. Zudem werden sie als besondere Quelle thematisiert.

„Aus der Welt, in der Welt – Flucht und Migration“

In der Gartenbauschule Ahlem bereiteten sich vor, während und nach der NS-Zeit junge Menschen auf die Auswanderung vor. Vor dem ersten Weltkrieg kamen Kinder aus Osteuropa als Flüchtling dort an, und wurden integriert. Anhand von Lebensgeschichten werden individuelle Chancen und Schwierigkeiten im Rahmen von Migrations- und Fluchtprozessen beleuchtet.

„Gedenkort und Erinnerungskultur nach 1945“

Was macht Ahlem zum Gedenkort? Woran wird auf welche Weise erinnert? Welche Rolle spielt die „Wand der Namen“? Welche Bedeutung hat das Laubhütten-Denkmal? Vorgeschichte, Entstehung und Gestaltung der Gedenkstätte können thematisiert werden, ebenso traditionelle und moderne Formen der Erinnerungskultur, nicht nur in Ahlem.

„Geschichte jüdischen Lebens in Hannover“

Der Workshop zeigt die Entwicklung jüdischen Lebens in Hannover bis heute. Am konkreten Beispiel der Israelitischen Gartenbauschule werden Einblicke in jüdisches Leben vor und während der Zeit des Nationalsozialismus, aber auch in jüdische Traditionen und Feiertage gegeben.

„Demokratie – Was hat das mit mir zu tun?“

Der Workshop zeigt, wie das Grundgesetz als Basis unserer Demokratie und in Reaktion auf die Verbrechen des Nationalsozialismus entstanden ist. Beispiele aus der Ausstellung beleuchten Handlungsspielräume und Motivationen von Menschen verschiedener Herkunft in Diktatur und Demokratie. 

Buchung

Lehrkräfte, Schulklassen und -gruppen, die das pädagogische Angebot der Gedenkstätte Ahlem nutzen möchten, können sich an das Team der Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 10, 30453 Hannover, wenden.

Bitte senden Sie uns Ihre Anfrage per E-Mail an: gedenkstaette@region-hannover.de. Für telefonische Rückfragen erreichen Sie uns unter +49 511 616-23745.

Aufgrund der hohen Nachfrage können wir nur noch angemeldete Gruppen betreuen. Ein Gruppenbesuch ohne vorherige Anmeldung ist leider nicht mehr möglich.

Hinweis: Wer sich mit ausgewählten Aspekten der Geschichte Ahlems intensiver auseinandersetzen möchte, kann das im Rahmen eines der oben genannten Vertiefungs-Workshops tun. Bitte teilen Sie im Vorfeld mit, ob die Schüler*innen die Unterrichtseinheit zu NS abgeschlossen haben oder nicht. Es ist eine Zeitdauer von 4 oder 5 Zeitstunden möglich, bitte treffen Sie eine Festlegung bei der Buchung.

Offene Führungen

Jeden ersten Sonntag im Monat findet um 14 Uhr eine Führung durch die Ausstellung und das Außengelände statt. Um Anmeldung per E-Mail wird gebeten.

Überblicksführung

Diese Führung durch die Dauerausstellung und das Außengelände gibt einen Überblick über die Geschichte der Gartenbauschule Ahlem und dauert ca. zwei Stunden.

Nach vorheriger Terminabsprache bietet die Gedenkstätte kostenlos unterschiedliche pädagogische Formate für Gruppen an.

Individuelle Audio- und Videoführung

Mediaguide erhältlich

Seit 2018 ist die Dauerausstellung auch ohne Führung für fremdsprachige Besucherinnen und Besuchern zugänglich - mit Hilfe des Mediaguide Systems.

lesen

Workshops

Wer sich mit ausgewählten Aspekten der Geschichte Ahlems intensiver auseinandersetzen möchte, kann dies im Rahmen eines Workshops tun. Die Workshops dauern mindestens drei Stunden und können auch auf ein ganztägiges oder sogar mehrtägiges Angebot ausgeweitet werden.

Schulungen für Lehrkräfte

Der renommierte Zeithistoriker Prof. Dr. Peter Longerich bietet regelmäßig Schulungen für Lehrkräfte an. Er ist ein international anerkannter Fachmann für die Geschichte des nationalsozialistischen Deutschlands, insbesondere des Holocaust, und wird künftig regelmäßig Schulungen für Lehrkräfte anbieten.

Die Medien

Das pädagogische Angebot setzt auf den Einsatz moderner Medien wie Tablet-PC und Medientische, die zum interaktiven Forschen anregen.

Zahlreiche Bildschirmstationen, Medienstationen, Medientische, Videoprojektionen und Tablet-PCs sind als wichtiger Bestandteil der medialen Vermittlungsarbeit in die Ausstellung integriert. Sie bieten Zeitzeugeninterviews, historische Ton- sowie Filmdokumente und ermöglichen den Besucherinnen und Besuchern auf interaktive Zeitreise zu gehen oder sich über die nationalsozialistische Verfolgung in den 21 Städten und Gemeinden der Region Hannover zu informieren.
Das Videoarchiv der Gedenkstätte umfasst mehr als 150 Zeitzeugeninterviews – diese sind in Auszügen in der Ausstellung zu sehen

Kontakt aufnehmen

Lehrkräfte, Schulklassen und -gruppen, die das pädagogische Angebot der Gedenkstätte Ahlem nutzen möchten, können sich an das Team der Gedenkstätte Ahlem, Heisterbergallee 10, 30453 Hannover, wenden. Telefon +49 511 616-23745, E-Mail: gedenkstaette@region-hannover.de

Nach oben