Aktuelles & Veranstaltungen

Demokratie.Bildung.Erinnerung.

Tagung unter dem Thema Auftrag und Herausforderung für eine zeitgemäße historisch-politische Bildung

Demokratiebildung hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem zentralen Begriff in pädagogischen wie politischen Debatten entwickelt. Dabei bleibt er vage und scheint konzeptuell kaum konturiert. Zugleich rückt angesichts zunehmender Demokratie- und Menschenfeindlichkeit in Deutschland sowie weltweit die Bedeutung von Bildung für Demokratie zunehmend ins öffentliche Bewusstsein. Und so werden Orte historisch-politischer Bildung wie auch Gedenkstätten verstärkt dazu aufgefordert, mit ihren Angeboten explizit Demokratiebildung umzusetzen.

Doch was ist Demokratiebildung? Handelt es sich um einen Trend-Begriff oder kann mit ihm aktuellen und neuen Herausforderungen zielführender pädagogisch begegnet werden? Welche Ziele, Konzepte und Aufgaben, aber auch welche Herausforderungen und Kontroversen sind mit Demokratiebildung verbunden? Wer sind die Akteur*innen der Demokratiebildung? Und wie stehen der Anspruch von Demokratiebildung und historisch-politischer Bildung zueinander?

Diese Fragen wollen wir im Rahmen der Tagung diskutieren. Dabei werden verschiedenen Dimensionen von Ungleichheit wie Rassismus, Antisemitismus, Anti-Feminismus und Queerfeindlichkeit sowie Ableismus ebenso wie aktuelle Herausforderungen von Rechtsradikalismus und Möglichkeiten der Digitalisierung im Zentrum stehen und sowohl bezogen auf die aktuellen wissenschaftlichen Debatten wie auch anhand von praktischen Projekten aus der Bildungsarbeit diskutiert.

Tagung zum 5-jährigen Bestehen vom ZeitZentrum Zivilcourage in Kooperation mit dem Institut für Didaktik der Demokratie, Leibniz Universität Hannover und dem Lehr- und Forschungsschwerpunkt Erinnerungskulturen und Bildung, Universität Hildesheim
 

Programm am Donnerstag, 28. Mai 2026

12:00 Uhr   Ankommen

 

13:00 Uhr   Tagungsbeginn

Begrüßung

Wiebke Hiemesch (ZeitZentrum Zivilcourage & Lehr- und Forschungsschwerpunkt Erinnerungskulturen und Bildung, Universität Hildesheim)

Dirk Lange (Institut für Didaktik der Demokratie, Leibniz Universität Hannover)

 

13:30 Uhr   Was ist Demokratiebildung? Aktuelle und historische Perspektiven auf einen Begriff in Konjunktur

Moderation: Jolin Diekmann (ZeitZentrum Zivilcourage)

Wolfgang Beutel (Institut für Didaktik der Demokratie, Leibniz Universität Hannover): Demokratie. Bildung. Erinnerung. Herausforderungen für die historisch-politische Bildung heute

Tim Schanetzky (Kulturwissenschaftliches Institut Essen/Universität Freiburg): Erwartungen an die Demokratiebildung: Historische Perspektiven

Meike S. Baader (Lehr- und Forschungsschwerpunkt Erinnerungskulturen und Bildung, Universität Hildesheim): Angriffe auf Demokratiebildung und demokratische Bildung 

 

15:30 Uhr   Pause

 

Dimensionen von Ungleichheit

16:00 Uhr   Rassismuskritik und Demokratiebildung  

Moderation: Brenda Davina (ZeitZentrum Zivilcourage)

Malte Kleinschmidt (Institut für Didaktik der Demokratie, Leibniz Universität Hannover): Rassismuskritik als Demokratiebildung

Modou Diedhiou (Schwarze Schafe e.V.): Rassismuskritische Bildung dekolonial gestalten

 

17:00 Uhr   Kurzführung durch das ZeitZentrum Zivilcourage durch das pädagogische Team

 

Öffentlicher Abendvortrag

Donnerstag, 28. Mai um 18:30 Uhr

Moderation: Wiebke Hiemesch (ZeitZentrum Zivilcourage)

Ralf Raths (Panzermuseum Munster): Von Neonazis und FDGO-Ultras: Das Panzermuseum als gesellschaftlicher Akteur in den Sozialen Medien

 

Programm am Freitag, 29. Mai 2026

Dimensionen von Ungleichheit

9:00 Uhr   Ableismuskritik und Demokratiebildung

Moderation: Edel Sheridan-Quantz (ZeitZentrum Zivilcourage)

Dorothee Meyer (Hochschule Hannover): Demokratiebildung inklusiv – die Gruppe als Bezugspunkt historisch-politischer Bildung

Juli Franz und Ehrenamtliche vom Normal in Linden (Lebenshilfe Hannover e.V.): 4. September – Gedenken an Menschen mit Behinderung in der NS-Zeit

 

10:00 Uhr   Antifeminismus und Queerfeindlichkeit und Demokratiebildung

Moderation: David Zimmermann (Lehr- und Forschungsschwerpunkt Erinnerungskulturen und Bildung, Universität Hildesheim)

Eike Sanders (AK Fe.In): Gewalt und Geschlecht im Aufschwung der extremen Rechten

Caro Scholz (Andersraum e.V.): Zwischen Selbstschutz und Sichtbarkeit – Wie kann queere (Bildungs-)-Arbeit im Jahr 2026 funktionieren?

 

11:00 Uhr   Pause

 

11:30 Uhr   Antisemitismuskritik und Demokratiebildung

Moderation: Elizaveta Firsova-Eckert (Institut für Didaktik der Demokratie, Leibniz Universität Hannover)

Marina Chernivsky (OFEK e.V./KOAS): Leerstellen und Aktualisierungen der Antisemitismuskritik

Wencke Stegemann (Ha-Kesher I Die Verbindung e.V.): Wissen, Haltung und professionelles Handeln. Warum antisemitismuskritische Praxis ein fester Bestandteil von Demokratiebildung und pädagogischer Verantwortung sein muss.

 

12:30 Uhr   Pause

 

Aktuelle Herausforderungen

13:30 Uhr   Rechtsradikalismus

Moderation: Alrun Vogt (Institut für Didaktik der Demokratie, Leibniz Universität Hannover)

Daniel Günther (Universität Nürnberg-Erlangen): Dynamiken der (De)Institutionalisierung von Erinnerung an rechte Gewalt nach 1945

Ruben Huchting (MBT Niedersachsen): Aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen im Arbeitsfeld „Mobile Beratung gegen Rechtsextremismus"

 

14:30 Uhr   Gaming in der historisch-politischen Bildung

Moderation: Richard Heise (Institut für Didaktik der Demokratie, Leibniz Universität Hannover)

Felix Zimmermann (Bundeszentrale für politische Bildung): Von der Killerspieldebatte zum Serious-Game-Boom: Ein kurzer historischer Abriss zu Games in der historisch-politischen Bildung zwischen Alarmismus und hohen Erwartungen

Martin Thiele-Schwez (Playing History): Wir vermitteln Geschichte(n) durch Spiele: Chancen und Herausforderungen der game-Entwicklung in der politischen Bildung

 

15:30 Uhr   Tagungskommentar und Diskussion

Moderation: Wiebke Hiemesch (ZeitZentrum Zivilcourage)

Kommentar von Meike S. Baader (Universität Hildesheim) und Modou Diedhiou (Schwarze Schafe e.V.)

 

16:30 Uhr   Ende der Tagung

 

Anmeldung

Anmeldung bis 8. Mai 2026 per Mail an: veranstaltungen-z@hannover-stadt.de

Tagungsort

Adresse
[Z] ZeitZentrum Zivilcourage
Theodor-Lessing-Platz 1a
30159 Hannover

U-Bahnstationen
Markthalle (Linie 3, 7 und 9)
Aegidientorplatz (Linie 1, 2, 4, 5, 6 und 8)

Auto
Der Theodor-Lessing-Platz ist mit dem Auto nicht direkt befahrbar. Weichen Sie über die umliegenden Straßen aus und nutzen Sie die öffentlichen Parkhäuser (z. B. in der Osterstraße oder Röselerstraße) und Parkplätze (z. B. Köbelinger Markt, Trammplatz).

Der Tagungsort ist barrierefrei zugänglich. Für weitere Bedarfe nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Kontakt

Telefon: 0511 / 168 - 42088

Email: das-z@hannover-stadt.de

Webseite: hannover.de/das-z

Instagram: @das_z_hannover

Facebook: ZeitZentrum Zivilcourage

Termine

28.05.2026 bis 29.05.2026 ab 12:00 Uhr

Dies ist eine Veranstaltung mit freiem Eintritt

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