"Judenhaus"

An der Strangriede 55

Die Predigthalle und das Wohnhaus auf dem jüdischen Friedhof An der Strangriede dienten von September 1941 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs als sogenanntes „Judenhaus“.

Blick auf die alte Predigthalle auf dem jüdischen Friedhof An der Strangriede 55 in den 1980er Jahren

Die Predigthalle und das Wohnhaus auf dem jüdischen Friedhof An der Strangriede dienten von September 1941 bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs als sogenanntes „Judenhaus“. Die Gebäude waren 1863/64 nach Entwürfen des jüdischen Architekten Edwin Oppler entstanden.

Im Zuge der „Aktion Lauterbacher“ wurden im September 1941 zunächst 88 jüdische Männer, Frauen und Kinder in die Predigthalle und das Wohnhaus eingewiesen. Die Gebäude waren 1863/64 nach Entwürfen des jüdischen Architekten Edwin Oppler entstanden. Die Menschen mussten auf engstem Raum unter menschenunwürdigen Bedingungen leben. Für die Bewohner*innen standen nur eine Toilette und eine Wasserleitung zur Verfügung.

Von der Adresse An der Strangriede 55 wurden insgesamt 88 Menschen in die Ghettos und Konzentrationslager Riga, Warschau und Theresienstadt deportiert. Nur elf von ihnen überlebten. Das „Judenhaus“ bestand trotz schwerer Bombenschäden bis zum Kriegsende.

Nach oben