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Zwei Frauen und ein Mann © hannover.de

Im Kunstraum Friesenstraße machen Gisela Sperling, Jürgen Liefmann und Dörte Behn (von rechts) ihre Privatsammlung öffentlich und zeigen Wechselausstellungen.

Hannovers neuer Ort von Kunst

Zwischen Zeichnung und Skulptur: Kunstraum Friesenstraße

In Hannovers Oststadt existiert seit Ende August 2019 ein Ausstellungshaus, das sich ganz Zeichnung und Skulptur widmet: der Kunstraum Friesenstraße. Gisela Sperling, Kunstenthusiastin, Apothekerin im Ruhestand und Freundin des Sprengel Museums, hat dort ihre noch junge aber schon sehr profilierte Kunstsammlung auf 180 Quadratmetern Ausstellungsfläche dauerhaft unentgeltlich öffentlich zugänglich gemacht. Ergänzt wird die Sammlungspräsentation um Wechselausstellungen mit aktuellen Kunstpositionen, die in Beziehung zur Sammlung gesetzt werden.

Gisela Sperling, Dörte Behn und Jürgen Liefmann haben die Sammlung 2017 gegründet. Schwerpunkt sind Arbeiten von KünstlerInnen, die sich zwischen Zeichnung und Skulptur bewegen. Die Auswahl der Arbeiten erfolgte auf Vorschlag von Dörte Behn und Jürgen Liefmann, die beide als KünstlerIn in Berlin leben und die Sammlung als KuratorInnen betreuen. Seit Beginn der Sammlung wurden Zeichnungen erworben, u. a. von Silvia Bächli, Fred Sandback, Richard Deacon, Thomas Schütte und Al Taylor, Drucke u. a. von Richard Tuttle, Hans Hartung, Robert Motherwell und Thomas Bayrle. Ein Bild von Jonathan Lasker und Skulpturen u. a. von Norbert Kricke (gemeinsam mit dem Sprengel Museum) und John Chamberlain sowie Wandobjekte von Sigurd Rompza und Daniel Buren. Die Auswahl ist ein persönlicher Blick auf Zeichnungen, Bilder, Fotografien und Skulpturen, die sich in der Gegenüberstellung behaupten, reiben und ergänzen sollen. Der Zusatz – Kunstraum Friesenstraße – steht für die Vorstellung, im Studio in der ersten Etage und im ersten Schaufenster mit großer Wand Wechselausstellungen zu zeigen. Vor allem das Schaufenster steht für die Öffnung hin zur Stadt.