Der Förderverein PRO KUBUS hat mit der diesjährigen Ausschreibung der Städtischen Galerie KUBUS in der Ausstellungsreihe „Neues aus Hannoverschen Ateliers“ einen neuen Preis ausgelobt: den PRO KUBUS KUNSTPREIS. Der Preis zeichnet Positionen aus, die ein herausragendes Werk vorzuweisen haben und deren Sichtbarkeit in Hannover zu fördern ist. Er ist nicht altersgebunden und mit einem Preisgeld in Höhe von 3000 Euro ausgestattet und einer Einzelausstellung im KUBUS verbunden. Ausgelobt wird er alle zwei Jahre. Die Jury bestehend aus Dagmar Brand, Künstlerin und Kuratorin, Carlota Gomez, Kuratorin Kunstverein Hannover, Anne Prenzler, Leiterin Städtische Galerie KUBUS, Joanna Schulte, Künstlerin, Kuratorin und Vorstandsvorsitzende des PRO KUBUS Fördervereins und Giso Westing, Künstler, Kurator und Philosoph haben die Preisträgerin nach ausführlicher Beratung aus dem Kreis ausstellenden Künstler*innen der Ausstellung „Neues aus Hannoverschen Ateliers 2026: Utopien“ ausgewählt.
Zur Begründung: Kathrin Jobczyk (*1990) hat ein umfangreiches Werk von herausragender Qualität vorzuweisen, das in seiner Vielgestaltigkeit überrascht, in der Beherrschung verschiedener Medien von Film, Zeichnungen, Installation, Plastik und Texten begeistert und in seiner konzeptionellen Stringenz überzeugt. Bei aller Vielfalt der Medien und Motive schafft die Künstlerin es immer wieder das Publikum auf einer ebenso persönlichen wie berührenden Weise anzusprechen und dabei zugleich eine abstrahierende Ebene einzuziehen. Ihr Beitrag in der aktuellen Ausstellung „Bis zum Bemerken des Irrtums“ setzt eine ungewöhnliche Begegnung zweier Schnecken gekonnt ins Bild, die von sanfter Annäherung und entschiedener Verteidigung erzählt, von Enttäuschung und Selbstbehauptung – poetisch und irritierend zugleich.
Kathrin Jobczyk, *1990 in Burgwedel, Studium an der Hochschule Hannover, der
Eugeniusz Geppert University of Art and Design, Wrocław, Polen und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig, lebt und arbeitet in Hannover. Zudem forscht und lehrt sie seit September 2022 als künstlerisch-wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Leibniz Universität Hannover an der Fakultät für Architektur und Landschaftsbau. Seit 2024 ist sie im Team von niki residency tätig und seit 2019 Mitgründerin der Künstlerinnengruppe plan42, außerdem ist sie Mitglied des Kollektivs projektKLUB. Zuletzt stellte sie in der Künstler*innenstätte Stuhr – Heiligenrode und im Kunstverein Lüneburg aus. www.kathrinjobczyk.com