am 25.09.2026 um 19 Uhr in die Städtische Galerie KUBUS EG, Theodor-Lessing-Platz 2, 30159 Hannover.
Im Gespräch mit Nora Brünger (ehemals Kuratorin KiöR/Hannover) wird Sabine Müller, die als Künstlerin auch die grafische Gestaltung von Public Parts übernahm, Einblicke in den Entstehungsprozess der Publikation geben. Außerdem werden wir mit Lotte Lindner und Till Steinbrenner einen Blick zurück in die 1970er Jahre werfen, eine Zeit, in der die Kunst mit der Gruppe Kontakt-Kunst in Hannover auf die Straße ging.
Die Ausstellungs- und Veranstaltungsreihe Public Parts, die dem entstandenen Buch zugrunde liegt, wäre nicht möglich gewesen ohne die Arbeit und Unterstützung aller beteiligten Künstler*innen, Autor*innen und Institutionen. Gemeinsam möchten wir diese Zusammenarbeit feiern und die Geschichte der Kunst im öffentlichen Raum in Hannover erneut drehen, wenden und über die verschiedenen Perspektiven auf sie ins Gespräch kommen.
Die Publikation Public Parts widmet sich der Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Straßenkunst am Beispiel Hannovers und versteht den öffentlichen Raum als lebendiges Archiv im Sinne eines Gefüges aus einander überlagernden Spuren und kollektiven Bildgedächtnissen. Ausgehend vom Experiment Straßenkunst der 1970er Jahre und prägenden Arbeiten wie u.a. den Aktionen der Gruppe Kontakt-Kunst, den Nanas von Niki de Saint Phalle oder der Rekonstruktion des Diamant II von Sanford Wurmfeld untersucht die Publikation, wie Künstler*innen heute in dieses urbane Archiv eingreifen und es reflektieren. Zugleich betrachtet Public Parts aktuelle und feministische Perspektiven auf Sichtbarkeit, Körper und Teilhabe im öffentlichen Raum.
Zwischen künstlerischer Praxis, historischer Spurensuche und theoretischer Reflexion entstand so eine multiperspektivische Konstellation von Stimmen, die unter anderem die folgenden Fragen beleuchten: Welche Erzählungen prägen den öffentlichen Raum? Welche werden verdrängt — und welche feministischen, kollektiven und widerständigen Perspektiven schreiben ihn neu? Die Gestaltung folgt dabei der Idee eines Mappings: Wie verorten wir den Text zu unseren Körpern? Wo verorten wir die Inhalte zueinander, welche Möglichkeiten des Denkens und Verstehens ergeben sich aus dem nicht-linearen Aufbau des Buches?