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Zeitlupe: Jieun Noh

Als erstes KUBUS CONCERT in 2021 präsentiert die städtische Galerie KUBUS ein Konzert aus der Reihe Zeitlupe der HGNM mit Werken von Jieun Noh, Malika Kishino und Luigi Nono.

Das Konzert, das die Reihe ZEITLUPE 2020 abschließt, steht unter dem Motto "Next Generation". Sie haben die Gelegenheit, dem Werk von besonders interessanten Komponist*innen der Gegenwart live zu begegnen und in enge Resonanz zu gehen. An diesem Abend steht die Komponistin Jieun Noh im Mittelpunkt, die selbst anwesend sein wird.

Eine Besonderheit dieser von der HGNM konzipierten Reihe ist, dass Sie gleich zweimal die Gelegenheit haben, das zentrale Werk des Abends zu hören. In dem von Imke Misch moderierten Gespräch dazwischen können Sie sich zu den Stücken mit der Komponistin selbst austauschen und das ästhetische Umfeld ihres Werkes kennen lernen. Beim zweiten Hören können Sie in Ruhe nachspüren, ob sich in der Wiederholung der Darbietung ganz neue Hörperspektiven eröffnen.

Zum Programm

Jieun Noh Hundertacht II (2020), Luigi Nono Hay Que Caminar (1989), Malika Kishino Lamento (2013) 
Musikerinnen: Hannah Weirich, Violine und Juditha Haeberlin, Violine 
Moderation: Dr. Imke Misch 

Zu den Mitwirkenden

Jieun Noh, Foto: privat

Jieun Noh (*1989)

studierte Komposition (Nebenfach: Klavier) an der Busan Oberschule der Künste und der Chugye Universität der Künste in Seoul und schloss ihr Studium als Klassenbeste ab. Anschließend zog sie nach Deutschland und studiert Komposition bei Prof. Oliver Schneller, José María Sánchez Verdú und Gordon Williamson, sowie elektronische Musik bei Joachim Heintz an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Seit April 2018 studiert sie im Exzellenzstudiengang der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf. Ihre Kompositionen wurden in Seoul, Busan, Hannover, Karlsruhe, Lüneburg, Graz und Düsseldorf mit verschiedenen Besetzungen aufgeführt. Sie ist Stipendiatin der Stiftung und des Fördereises HMTMH, erhielt Im Jahr 2018 das DAAD Stipendium und 2019 ein Kompositionsstipendium des Niedersächsischen Ministeriums. 

Juditha Haeberlin, Violine

Juditha Haeberlin

Aufgewachsen in Hamburg, erhielt die Geigerin Juditha Haeberlin bereits mit sieben Jahren den ersten Geigenunterricht von Michael Goldstein. Früh war sie als Solistin mit dem Hamburger Jugendorchester in der Musikhalle zu hören. Ihr Hochschulstudium absolvierte sie u.a. bei Jens Ellermann, Hannover und bei Isabelle van Keulen, Den Haag. Bei internationalen Wettbewerben wurde sie mehrfach ausgezeichnet. So ist sie z.B. Trägerin des ersten Preises der Stadt Tilburg, NL.

Sie war tätig als Hauptfachdozentin am Konservatorium in Den Haag. Sie ist Konzertmeisterin des Ensemble Resonanz. Außerdem ist sie freiberuflich beschäftigt u.a. beim Ensemble Modern, Frankfurt und dem Concertgebouw Orchester Amsterdam. Juditha Haeberlin ist Mitglied des Ensemble Musikfabrik. 

Hannah Weirich, Violine

Hannah Weirich

Die Entscheidung für das Instrument fällt sie schon mit Sechs, die für den Beruf nur ein paar Jahre später. Auch die Gründung eines Klaviertrios mit Zwölf ist keine Laune, sondern unterstreicht einmal mehr, dass Hannah Weirich die Ziele, die sie sich setzt, nicht aus den Augen verliert. Mit dem Trio Fridegk konzertiert sie bis heute, und Geigerin ist sie sowieso geworden – ermuntert, falls das überhaupt nötig war, von Lehrern wie Ingolf Turban, Igor Ozim und Franco Gulli und, last but not least, dem Gewinn zahlreicher Auszeichnungen wie dem 1. Preis und Avantgardepreis beim Jakob-Stainer-Violinwettbewerb 1997 und dem 1. Preis und Beethoven-Preis beim Internationalen Beethoven-Wettbewerb in Hradec/Tschechien 2000 mit dem Trio Fridegk.

Auch der so zeitig entwickelten Liebe zur Kammermusik ist die 1980 im Allgäu geborene Musikerin treu geblieben. Im Orchester zu verschwinden war für Hannah Weirich nie eine aussichtsreiche Perspektive; im Tutti, sagt sie "verliert man zu viel Verantwortung." Verantwortung trägt sie nun im Ensemble Musikfabrik, dessen Mitglied sie seit 2005 ist, mit jedem Einsatz und findet darin "eine wunderbare Balance zwischen Gemeinschaft und Solo."

Die fachliche Diskussion mit den Kollegen schätzt sie ebenso wie die Möglichkeit, mit Komponisten über Details und Hintergrund ihrer Werke ins Gespräch zu kommen. "Die vielen Erfahrungen, die ich mit zeitgenössischer Musik sammeln kann, nutzen letztlich auch meinem Zugriff aufs klassische Repertoire. Und umgekehrt."