HiFi-Museum: Saisonstart 2026 mit neu arrangierter Sonderausstellung
Audiogeschichte live erleben
HiFi-Museum: Saisonstart 2026 mit neu arrangierter Sonderausstellung
Mit einer neu arrangierten Sonderausstellung zum Thema Röhrenradios startet das Norddeutsche Museum für HiFi- und Studiotechnik in die Saison 2026.
Das HiFi-Museum zeigt anhand von über 40 Exponaten die Blütezeit der Rundfunktechnik
Der technologische Wandel des Radios zwischen 1920 und 1960
Die Ausstellung führt chronologisch durch die Blütezeit der Rundfunktechnik. Jedes Exponat erzählt dabei seine ganz eigene Geschichte:
Die Goldenen Zwanziger (1920–1929) brachten die ersten Detektor-Apparate und Röhrenempfänger mit ihren markanten Trichtern hervor. Es war die Zeit der Pioniere, in der das „Radio-Hören“ oft noch ein Hobby für Bastler war.
In den Dreißiger Jahren (1930–1939) wird das Radio zum Massenmedium. Die Ausstellung zeigt die Entwicklung hin zu Gehäusen aus Bakelit und Holz, die als Möbelstücke die Wohnzimmer eroberten.
Krieg und Wiederaufbau (1940–1949): Die Ausstellung gibt Auskunft über die Rolle des Radios in dunklen Zeiten und die beeindruckende Improvisationskunst der frühen Nachkriegsjahre, in denen aus Schrott neue Empfänger entstanden.
Das Wirtschaftswunder (1950–1960): Glänzender Lack, magische Augen und satter Klang. Die 50er Jahre brachten den UKW-Funk und ikonische Designs hervor, die heute als absolute Klassiker gelten.
Highlights der Ausstellung
In der Sonderausstellung werden auch einige seltene Sammlerstücke präsentiert, darunter:
Der „Volksempfänger“: Ein geschichtsträchtiges Objekt, das die Ambivalenz der Technik verdeutlicht.
Frühe SABA- und Telefunken-Klassiker: Meisterwerke der deutschen Ingenieurskunst.
Das „Schneewittchensarg“-Design: Ein Blickfang, der den Übergang zur modernen Ästhetik markiert.
„Das Radio ist das Theater des Geistes.“ Diese Ausstellung zeigt eindrucksvoll, wie die Optik dieser Geräte die Fantasie ihrer Hörer beflügelte, noch bevor das Fernsehen die Bilder lieferte.
Es ist möglich, exklusive Termine im Museum zu buchen, um eigene Tonträger mit Lieblingsstücken mitzubringen und im Hörraum anzuhören.
Live-Vorführungen im Hörraum
Hier erleben Besuchende eine akustische Reise durch die Zeit. Dabei werden anhand ausgewählter Musikstücke und Wiedergabeketten (beispielsweise vom Tonband über den Verstärker bis zum Laut-sprecher) die Entwicklung und die Vorzüge beziehungsweise Leistungsmerkmale aber auch Grenzen und Einschränkungen der vorgeführten Geräte aufgezeigt.
Für viele HiFi-Enthusiasten ein Highlight sind nach wie vor die aufgrund ihrer Größe auch „Telefonzelle“ genannten Quadral Titan IV Lautspre-cherboxen. Die Referenzlautsprecher der 1990er Jahre waren für viele damals unerschwinglich, kosteten sie doch so viel wie ein Mittelklasse-Pkw.
Nun können sich Titan IV-Verliebte von der Klangqualität der Lautsprecher persönlich überzeugen. In dieser Saison können Besuchende im Hörraum auch erstmals Quadrofonie live erleben. Die Vierkanaltechnik ist der Vorläufer der insbesondere aus Kinosälen bekannten Surround Sound Technik.
Hinweis
Das Norddeutsche Museum für HiFi- und Studiotechnik befindet sich auf dem Gelände des Hannoverschen Straßenbahn-Museums in Wehmingen.
Das Museum ist bis Ende Oktober jeden Sonntag sowie zusätzlich am Maifeiertag (01.05.) und am Samstag vor Muttertag (09.05.) in der Zeit 11-17 Uhr geöffnet. Der letzte Öffnungstag ist der Reformationstag (31.10.) mit geänderten Öffnungszeiten (14-20 Uhr). Der Eintritt beträgt 2 Euro (ermäßigt 1 Euro) zuzüglich Eintritt in das Straßenbahnmuseum.