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Karikaturmuseum

Museum Wilhelm Busch: Bilanz 2017 und Ausblick 2018

63.000 Besucher zählte das Museum Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst im vergangenen Jahr. Mit attraktiven Ausstellungen soll diese Zahl auch 2018 wieder erreicht werden.

Zeichnungen dreier Männer mit langen Haaren © Gerhard Haderer, 2017

Sommerfrisuren-Contest 2016: Die USA siegen knapp vor Holland und Großbritannien, 2016

Publikumsmagnet war die Ausstellung "Gerhard Haderer Think Big!" (1. April bis 9. Juli 2017) mit 28.456 Besuchern. Die Ausstellung rund um die beiden abenteuerlustigen Füchse "Fix und Foxi" (12. Novem-ber 2016 bis 26. März 2017) belegte mit mehr als 20.000 Besuchern Platz zwei im Ranking des Zuschauerinteresses. Auch die Ausstellung "Armstrong, Lindbergh & Co. – Zeichnungen und Illustrationen von Torben Kuhlmann" (bis 4. Februar 2018) verspricht mit bereits jetzt mehr als 12.500 Besuchern (Stand: Anfang Januar 2018) eine sehr erfolgreiche Ausstellung zu werden.

Gemälde einer schlafenden Frau, auf der ein Kobold sitzt. © Wilhelm Busch – Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst (Quelle)

Füssli: Der Nachtmahr

Ein besonderer Höhepunkt: Mit Johann Heinrich Füsslis (1741–1825) Gemälde "Der Nachtmahr" kam eines der berühmtesten Werke der Welt nach Hannover! Die Ausstellung "Füsslis Nachtmahr. Vom Sublimen zum Lächerlichen" (22. Juli bis 15. Oktober 2017) ging der einzigartigen Wirkungsgeschichte des Bildes nach, das schon bei der ersten Ausstellung 1782 in der Londoner Royal Academy eine Sensation ausgelöst hatte. Die finanzielle Unterstützung und Zusammenarbeit von fünf Institutionen hat diese Schau möglich gemacht: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Nieder-sächsische Sparkassenstiftung, Sparkasse Hannover, Arbeitskreis selbstständiger Kul-turinstitute (AsKI), Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.

Zukäufe und Schenkungen

Für die Bestandserweiterung des Museums Wilhelm Busch war das Jahr 2017 ebenfalls sehr erfolgreich. Der Zeichner, Autor und Dramatiker F. K. Waechter (1937–2005) wäre im November vergangenen Jahres 80 Jahre alt geworden. Aus diesem Anlass übergab die Erbengemeinschaft des Künstlers rund 80 bisher von ihr verwahrte Skizzen- und Notizbücher, Gemälde und Kunstobjekte an das Museum Wilhelm Busch. Einen Einblick in diese Schenkung gab die Ausstellung "Zeichenlust" (22. Juli bis 15. Oktober 2017).

Der Österreicher Gerhard Haderer (*1951) zählt zu den bedeutendsten Karikaturisten des deutschsprachigen Raums. Obwohl seine Werke in der Regel nicht verkäuflich sind, stimm-te der Künstler doch einem Verkauf von sechs Zeichnungen an das Museum als explizitem Ausdruck seiner Wertschätzung zu. Der Förderverein des Museums, der schon die Ausstellung finanziell unterstützt hatte, ermöglichte auch den Ankauf. Damit gehört unter anderem das Titelmotiv der Ausstellung, "Sommerfrisuren-Contest" (siehe oben), nun als Dauerleihgabe des Fördervereins zur Sammlung des Museums.

Darüber hinaus konnte der Förderverein 16 Karikaturen des Künstlerduos Achim Greser (*1961) & Heribert Lenz (*1958) erwerben und dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen.

Neben den Ankäufen erhielt das Haus auch eine großzügige Schenkung: 76 Zeichnungen von Peter Tuma (*1938) kamen im Rahmen der Ausstellung Peter Tuma – Satiren & Humoresken (bis 4. Februar 2018) als Schenkung des Künstlers ins Haus.

Jahresüberblick 2018

Auch 2018 wird es ein umfangreiches Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm geben: Ein besonderes Highlight wird 2018 eine Einzelausstellung sein, die sich anlässlich ihres 70. Geburtstags der Illustratorin Rotraut Susanne Berner widmet.

Noch aktuell

Das weitere Ausstellungsprogramm 2018

(Veröffentlicht am 11. Januar 2018)

 Das Deutsche Museum für Karikatur und Zeichenkunst, das in einem historischen Gebäude untergebracht ist, von außen. © Quelle: Wilhelm Busch - Deutsches Museum für Karikatur und Zeichenkunst