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Trauer und Trost in der Handwerksform

Wie begegnen Menschen dem Tod? Wie erleben sie Verlust – und wie entsteht Trost? Diesen Fragen widmet sich die Handwerksform vom 5. September bis zum 2. Oktober und lädt Besuchende dazu ein, den Tod als Teil des Lebens neu zu betrachten.

Anja Matzke, I hate embroidery

Nach 21 Jahren widmet sich die Handwerksform Hannover erneut dem Thema  Verlust, das sich letztmalig 2005 unter dem Titel „das letzte Geschenk“ präsentierte. Im Mittelpunkt stehen auch dieses Mal, handwerkliche und künstlerische Arbeiten, die einen achtsamen, offenen und individuellen Umgang mit Abschied, Verlust und Erinnerung sichtbar machen.  

Rituale und Erinnerung

Sowohl den Kunsthandwerkenden als auch den Mitarbeitenden der Handwerksform  war die Verantwortung und der respektvolle Umgang mit Trauer, in jeglicher Form, bei der Umsetzung der Aufgabe bewusst und wichtig. Diesem Aspekt wurde bei der Konzeptionierung dieser besonderen Ausstellung Rechnung getragen:

„Trauer und Trost“ beleuchtet, welche Rituale des Abschieds Halt und Orientierung geben, wie sie sich verändern und neu denken lassen und auf welche Weise Erinnerung als fortbestehende Beziehung erfahrbar werden kann. Auch können Besuchende erfahren, wie man eine Bestattung im Sinne des Verstorbenen durch die Wahl der Bestattungsobjekte oder den Mut individuelle Weg zu gehen, planen kann, um dem geliebten Menschen in besonderer Weise gerecht zu werden.

Angela Munz, Installation: Hüllen in Mull-Urnen

Neue Formen des Gedenkens und Abschiednehmens

Seit der letzten Ausstellung zu diesem Themenfeld, hat sich im gesellschaftlichen Umgang mit Tod, Bestattung und Trauer vieles verändert. Individualität und persönliche Wünsche spielen heute eine größere Rolle als je zuvor. Neue Formen des Gedenkens und Abschiednehmens eröffnen Möglichkeiten, Bestattungsrituale individueller zu gestalten und stärker an den Bedürfnissen der Hinterbliebenen auszurichten. Die Symbolik darf leichter und transparenter sein, darf sogar farbig sein und etwas von der bisherigen Schwere verlieren. Darüber hinaus nehmen wir wahr, dass Nachhaltigkeit auch im Bestattungswesen eine sehr ästhetische Umsetzung erfährt. Die Ausstellung schafft einen Zugang zu einem sensiblen Thema und bietet Raum für persönliche Annäherung, Wahrnehmung und neue Perspektiven.

Rahmenprogramm

Begleitet wird die Ausstellung von einem vielfältigen Rahmenprogramm. Bestatterinnen und Bestatter, Trauerbegleiter, Friedhofclowns sowie musikalische Beiträge laden an einigen Tagen ausstellungsbegleitend dazu ein, sich dem Thema aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu nähern. Expertenrunden vermitteln Wissen, geben Impulse und schaffen Raum für Austausch über aktuelle Entwicklungen.

Ergänzend bieten Workshops die Möglichkeit, durch kreatives und handwerkliches Arbeiten Wege der Trauerbewältigung kennenzulernen und Erinnerungen aktiv zu gestalten und zu bewahren. Dem Handwerk folgend wird auch der Weg zum Bestatter durch die Bestatterschule Springe aufgezeigt.

Das Rahmenprogramm und weitere Infos können hier eingesehen werden.

Termine

05.09.2026 bis 02.10.2026 ab 12:00 bis 18:00 Uhr
dienstags mittwochs donnerstags freitags

05.09.2026 bis 02.10.2026 ab 12:00 bis 17:00 Uhr
samstags

Ort

Handwerksform Hannover
Berliner Allee 17
30175 Hannover

Dies ist eine Veranstaltung mit freiem Eintritt

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