Nacht der Museen in Hannover

GAF Galerie für Fotografie - Hannover.de

Nacht der Museen 2026

GAF Galerie für Fotografie

U 1, 2, 8: Schlägerstraße
Bus 121: Stolzestraße

Die Galerie für Fotografie (GAF) in der Eisfabrik.

Die GAF konzentriert sich in ihrer Ausstellungstätigkeit ausschließlich auf Fotojournalismus und Dokumentarfotografie. Die GAF zeigt auf über 240 qm Fläche jährlich 9 Ausstellungen. Im Jahr 2023 besuchten knapp 16.000 Gäste die Galerie. Die GAF vertritt eine erzählende Fotografie, die sich kritisch mit der Welt auseinandersetzt - mit ihren Menschen und deren Lebensumständen. Die Besucher an Orte führt, die sich häufig außerhalb unserer Wahrnehmung befinden – vor der Haustür oder am Ende der Welt. Dokumentiert von Fotografinnen und Fotografen, deren Bestreben es ist, Geschichten zu erzählen, das Leben mit all seinen Tiefen und Untiefen zu zeigen und uns zum Lachen zu verführen, zum Staunen, Weinen oder Nachdenken. Und zum Anteilnehmen.

Ausstellung

»Menschenbilder | Zeitgeschichte. Der Fotograf Joachim Giesel«, Ausstellung vom 14. Mai bis 14. Juni 2026, Do.-So. von 12 bis 18 Uhr

Der Fotograf

Seit über fünfzig Jahren hält der hannoversche Fotograf Joachim Giesel (*1940 in Breslau) mit seinen Dokumentationen, Serien, Porträts und Werbeaufnahmen die politische, soziale, ökonomische und kulturelle Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland fest. In ihren historischen Zäsuren und sozialen Transformationen. In ihrem Wohlstand und in ihrer Spießigkeit. In ihrer Schönheit und Diversität. Und im Mittelpunkt steht dabei stets der Mensch. Giesel begleitet Queen Elisabeth II. 1965 bei ihrem Besuch in Hannover, mischt sich 1967 unter die Trauergäste der Beerdigung von Benno Ohnesorg, ist 1974 bei dem legendären Fußballspiel zwischen der DDR und Brasilien im Niedersachsenstadion dabei, schafft eine Kanzlergalerie von Konrad Adenauer bis Helmut Kohl, fotografiert eine Serie mit psychisch kranken Menschen, inszeniert bestechende Porträts von Franz Beckenbauer bis Udo Jürgens, von Max Frisch bis Doris Dörrie, von Louis Armstrong bis Rudolf Augstein. In der Tradition eines August Sanders stehend, geben seine Fotografien uns heute generationsübergreifend faszinierende Einblicke in die westdeutsche Gesellschaft zwischen Plattenbau und Einfamilienhaus, zwischen Fließbandarbeitern und Drag Queens, zwischen Schwanensee und FKK. Sie sind somit Zeitdokumente deutscher Geschichte. Indem Giesel nach dem »Bild hinter dem Bild« sucht, faszinieren seine Menschenbilder zugleich durch ihre ästhetische Vielfalt, technische Brillanz und unverwechselbare Präsenz und machen den Fotografen zu einer bedeutenden Figur der deutschen Fotogeschichte nach 1945.

Programm

  • Führung: Am 06. Juni um 19 Uhr.
    Der Fotograf ist anwesend.
Nach oben