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Drei kleine Tiger und ein großer Tiger in einem umgrenzten mit Heu ausgelegten Bereich © Erlebnis-Zoo Hannover

Noch sind sie nur über eine im Stall installierte Kamera zu sehen: Die kleinen Tiger lernen lernen in der Wurfhöhle allmählich laufen.

Neues vom Tiger-Nachwuchs

Tigerbabys im Zoo haben ihre Augen geöffnet

Vor vier Wochen sind die Sibirischen Tiger-Drillinge im Dschungelpalast im Erlebnis-Zoo Hannover zur Welt gekommen. Nun haben sie die Augen geöffnet und krabbeln auf ihren kleinen Tatzen schon vorsichtig durch ihre Wurfhöhle.

Der Nachwuchs von Zoo-Tigerweibchen Alexa (4) entwickelt sich prächtig. Die drei Tigerbabys trinken gut und sind bereits ordentlich gewachsen.

Blick in die Wurfhöhle 

Über eine im Stall installierte Kamera erhalten die Tierpfleger und Zoologen einen faszinierenden Einblick in die Wurfhöhle und können die neuesten Entwicklungen der Jungen per Bildschirm beobachten. "Die Drei haben jetzt die Augen geöffnet und sind deutlich aktiver. Sie können aufrecht sitzen und sie üben zu laufen", berichten die Tierpfleger im Dschungelpalast. Die Bilder aus der Wurfhöhle verraten sogar: Eines der Jungtiere ist schon besonders mutig und klettert manchmal sogar schon auf Mutter Alexa herum, die geduldig abwartend liegen bleibt. 

Der Zoologische Leiter Klaus Brunsing zeigt sich erfreut über das Verhalten der jungen Mutter: "Alexa kümmert sich wirklich vorbildlich um ihren Nachwuchs, legt sich so hin, dass alle drei Jungtiere gut an die Milchbar kommen, umsorgt sie und putzt sie viel."

Da die Jungtiere hinter den Kulissen für die Zoobesucher noch nicht zu sehen sind, werden Filmausschnitte aus der Wurfhöhle im Dschungelpalast gezeigt. Tiger-Vater Aljoscha (3) hält sich übrigens lehrbuchmäßig fern von der Wurfhöhle und ist zurzeit alleine auf der Außenanlage zu sehen.

Das Geschlecht der Drillinge bleibt noch ein Geheimnis, im Zoo werden aber unter den Kollegen bereits Wetten abgeschlossen, wie viele Jungen oder Mädchen Alexa geboren hat.

Hintergrund

Die Tiger Alexa und Aljoscha kamen vor zwei Jahren im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogrammes nach Hannover. Der Sibirische Tiger, auch Amur-Tiger genannt, ist auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN als "gefährdet" eingestuft. In Russland leben nur rund 550 Tiere in freier Wildbahn. Die größte Bedrohung für den Sibirischen Tiger ist die Wilderei, der Verlust des Lebensraumes und der Mangel an Beutetieren – Schuld daran ist der Mensch.

Mit ihrem Nachwuchs leisten Aljoscha und Alexa einen wichtigen Beitrag zum Erhalt ihrer Art. Die letzten Sibirischen Tiger-Jungtiere im Erlebnis-Zoo kamen übrigens 2003 zur Welt.