Baumpatenschaften in Hannover - Hannover.de

Gemeinsam für starke Stadtbäume

Baumpatenschaften in Hannover

Seit 1981 bietet die Landeshauptstadt Hannover allen Bürger*innen die Möglichkeit, eine Baumpatenschaft zu übernehmen. Aktuell werden 1.144 Stadtbäume von engagierten Pat*innen betreut.

Jede*r Hannoveraner*in kann die Patenschaft für einen Baum übernehmen

Warum Stadtbäume Unterstützung brauchen

Stadtbäume prägen das Bild Hannovers. Sie filtern Feinstaub, spenden Schatten, kühlen an heißen Tagen und verbessern die Luftqualität.

Ihre Lebensbedingungen sind jedoch deutlich schwieriger als in der freien Landschaft. Belastungen entstehen unter anderem durch:

  • hohe Lufttrockenheit
  • Wassermangel
  • versiegelte und verdichtete Böden
  • Streusalz im Winter
  • parkende Autos oder Müll auf den Baumscheiben
  • Beschädigungen bei Bauarbeiten oder Verkehrsunfällen

Baumpat*innen helfen, diese Belastungen zu mindern.

Was Baumpat*innen tun können

Wie viel Zeit oder Aufwand investiert wird, entscheiden die Pat*innen selbst. Typische Aufgaben sind:

  • die Baumscheibe sauber halten
  • bei großer Hitze insbesondere Jungbäume gießen
  • die Erde vorsichtig bis maximal 10 cm tief lockern, damit Wasser und Nährstoffe besser aufgenommen werden können
  • vorhandene Wildkräuter mechanisch entfernen (chemische Mittel sind nicht erlaubt)
  • Missnutzungen (z. B. Parken, Müllablage), Beschädigungen oder krankhafte Veränderungen dem Fachbereich Umwelt und Stadtgrün melden
  • die Baumscheibe – sofern geeignet – bepflanzen oder einsäen

Wichtig

  • Es dürfen keine Aufschüttungen mit Erde oder anderem Material vorgenommen werden.
  • Zum Schutz der Baumrinde und aus Gründen der Verkehrssicherheit dürfen keine Gegenstände (z. B. Insektenhotels oder Nistkästen) an Straßenbäumen angebracht werden.
  • Die Verkehrssicherheit, Düngung und Schnittmaßnahmen für den Straßenbaum bleiben in der Verantwortung der Stadt.
  • Bei längerer Nichtpflege behält sich die Landeshauptstadt vor, Maßnahmen im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht zu ergreifen.

Zur Kennzeichnung erhalten Baumpat*innen ein Patenband zur Befestigung am Baum.

Baumscheiben richtig bepflanzen

Baumscheiben sind die offenen Pflanzbereiche rund um den Baum. Häufig sind sie mit Rindenmulch, Gras oder Wildkräutern bedeckt.

Nicht jede Baumscheibe eignet sich für eine Bepflanzung: Ältere Flächen sind oft vollständig durchwurzelt. Wurzeln dürfen nicht beschädigt oder durchtrennt werden.

Besonders geeignet sind Baumscheiben von neu gepflanzten Straßenbäumen, da hier noch ausreichend Platz und lockerer Boden vorhanden sind.

So geht’s:

  1. Den Boden vorsichtig etwa 10 cm tief lockern.
  2. Nur außerhalb des Gießrings bepflanzen.
  3. Geeignet sind z. B. Zwiebelpflanzen, Sommerblumen, Stauden oder Wildblumenmischungen.
    (Bitte keine verholzenden oder rankenden Pflanzen.)
  4. Nach dem Pflanzen gut wässern.

Bitte darauf achten, dass die Pflanzen nicht in den Verkehrsraum (Fuß- und Radwege, Parkflächen, Fahrbahn) hineinragen.

So wird man Baumpat*in

Eine Baumpatenschaft kann ganz einfach online beantragt werden:

  1. Auf www.hannover-gis.de
    den gewünschten Stadtbereich aufrufen oder die eigene Adresse eingeben.
  2. Den gewünschten Baum (Punkt auf der Karte) anklicken.
  3. Auf „Baumpatenschaft beantragen“ klicken und das Formular vollständig ausfüllen.

Ist der Baum bereits vergeben, wird die Option zur Beantragung nicht angezeigt.

Kontakt für Rückfragen

Bei Fragen oder technischen Problemen hilft der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün:
📞 0511 168-31959
📧 Gartenkultur@hannover-stadt.de

Dauer der Patenschaft

Eine Baumpatenschaft ist unbefristet und kann jederzeit auf Wunsch oder im gegenseitigen Einvernehmen beendet werden.

Bitte informieren Sie die Stadt, wenn Sie umziehen oder die Patenschaft aus anderen Gründen aufgeben möchten. Bei Beendigung ist die Baumscheibe vollständig zu räumen.

Weitere Initiative: „Volle Kanne“

Ergänzend zur Baumpatenschaft informiert auch das Projekt „Volle Kanne“ von ökostadt e. V. über Möglichkeiten, Stadtbäume insbesondere in Trockenperioden zu unterstützen.

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