Das offizielle Portal der Region und der Landeshauptstadt Hannover

Veranstaltungen

August 2017
8.2017
M D M D F S S
31 1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31 1 2 3
Heute | Wochenende | kostenlos | Suche

Top-Services

Ratgeber

Grüner Ring - Tour V: Grasdorf - Sehnde - Mittellandkanal

Hannoversche Schule

Dieser Baustil aus der Gründerzeit findet sich in vielen Ecken Hannovers

Wohnhaus aus rotem Ziegelsteinen © Region Hannover

Wohnhaus im Stil der Hannoverschen Schule

In Hannover und Umgebung gibt es auffallend viele Gebäude, die aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen und aus Backstein gebaut sind. Viele von ihnen sind der „Hannoverschen Schule“ zuzurechen, einem Stil, der in dem hannoverschen Architekten Conrad Wilhelm Hase seinen bekanntesten Vertreter hatte. Die Hannoversche Schule war eine Variation der Neugotik und bezog sich auf die Backsteingotik des Spätmittelalters. Am deutlichsten kommen ihre Stilelemente in Kirchen zum Ausdruck. Wohnhäuser wurden im Gegensatz zu Kirchen auch von Handwerkern entworfen. Die „Maurermeisterarchitektur“ setzte ebenfalls Stilelemente der Hannoverschen Schule ein, verwendete sie aber sparsamer. Ein anschauliches Beispiel ist das Rethener Wohn- und Geschäftshaus in der Hildesheimer Straße 355. Typisch sind die roten Ziegelsteine, die spitzen Giebeltürmchen, die hervorgehobenen Hausecken und die streng gegliederte asymmetrische Fassade. Eine sprunghafte Verbreitung fand die Hannoversche Schule in der Gründerzeit zwischen 1870 und 1900. Dies ist auf Fortschritte in der Ziegelproduktion zurückzuführen. Während die frühen Bauten relativ teuer waren, konnten sich nun auch Handwerksmeister und Normalbürger die soliden Backsteine leisten. Vor allem in den Hannoverschen Stadtteilen Linden, Nord- und Oststadt prägen ihre Häuser ganze Straßenzüge.

Adresse

  • Hildesheimer Straße 355
  • 30880 Laatzen