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Mergelgruben

Dicke Kalk und Tonschichten in der Region Hannover bilden die Basis für die Zementproduktion in Höver

Blick vom Fuß der Mergelgrube an die weisse Abbauwand, vor der Wand Gerätschaften für den Abbau, oben sieht man eine Ortschaft © Region Hannover

Mergel ist ein Sedimentgestein und besteht aus Kalk und Ton. Zwischen Anderten, Misburg und Höver kommt der Mergel in besonders dicken Schichten vor. Er ist rund 70 Millionen Jahre alt und stammt aus einer Zeit, in der Niedersachsen zum letzten Mal von einem Meer überflutet war, das von Holland bis Polen und von Südschweden bis Hessen reichte. Von der Tafelkreide, die man aus den Ablagerungen des Meeres herstellte, hat die Epoche ihren Namen: Kreidezeit. Die Kalkablagerungen dienen in der Landwirtschaft als Dünger, helfen versauerten Waldboden zu kurieren oder werden zu Kosmetika verarbeitet. In Höver macht man daraus Portlandzement. Portlandzement wurde 1824 in England erfunden. Er ist wasserfest und lässt sich industriell herstellen. In der Umgebung Hannovers wurde er erstmals 1878 in Misburg produziert, seit 1906 auch in Höver. In den Bereichen der Mergelgruben, in denen die Kalkvorkommnisse heute erschöpft sind, entwickelt sich die Natur nach ihren eigenen Gesetzen. Zwischen dem Geröll liegen Versteinerungen kreidezeitlicher Meeresbewohner. Da in der Grube aber noch gearbeitet wird, ist das Betreten aus Sicherheitsgründen verboten.