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Gebäudereste einer alten Ziegelei © Region Hannover

Alte Ziegelei

Grüner Ring - Tour X: Marienwerder - Garbsen - Seelze

Berenbosteler Ziegeleien

Die Tradition der Ziegelherstellung in der Region Hannover reicht bis in 13. Jahrhundert zurück, heute sind Reste dieser Ära immer noch in der Landschaft zu finden.

Berenbostel war das Dorf der Ziegeleien. Hier gab es nicht weniger als vier Betriebe, die mit ihren Schornsteinen und Tongruben fast einhundert Jahre lang das Ortsbild prägten. 1966 wurde das letzte Werk geschlossen, übrig blieben die alten Tonkuhlen. Backsteine und Dachziegel hatten zum ersten Mal im 13. und 14. Jahrhundert in der Epoche der Backsteingotik Konjunktur. Allerdings beschränkte sich ihre Verwendung meist auf kirchliche oder herrschaftliche Bauten. Auf dem Lande hingegen hielt man lange Zeit an der preiswerten Bauweise mit Fachwerk und Strohdach fest. So gab es in Garbsen bis 1850 nur zwei Häuser mit Dachpfannen. Erst als das Brennverfahren effektiver und preiswerter wurde, konnten sich mehr Menschen, Ziegelsteine und Dachpfannen leisten, die weniger brandgefährdet waren als Stroh gedeckte Fachwerkhäuser. Dort, wo es nahe der Erdoberfläche Tonvorkommen gab, entstanden zahlreiche Betriebe. Zunächst wurde der Ton per Hand abgebaut und zur Ziegelei transportiert. Später erleichterten Förderbänder und Lorenbahnen die Arbeit.  Der Ton wurde mit Sand oder Lehm vermischt, damit er beim Brennen nicht platzte, dann geknetet, zu Rohlingen geformt und getrocknet. Anschließend wurde er bei Temperaturen um 900 Grad Celsius gebrannt. Bei den Brennöfen verlief die Entwicklung vom primitiven Einkammerofen bis zum Ringofen, bei dem mehrer Kammern gleichzeitig und weitgehend automatisch befeuert wurden.