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Moorkönig von Garbsen

Ein genialer "Erfinder" machte aus nährstoffarmen Böden ertragreiche Ackerflächen.

Schreitender Graureiher, der sich im Wasser spiegelt © Region Hannover

Graureiher

Dort, wo heute Raps und Gerste wachsen lag vor einhundert Jahren noch das Ricklinger Moor. Die Bewohner der umliegenden Orte Schloß Ricklingen, Horst, Meyenfeld und Garbsen kamen regelmäßig zum Torfstechen hierher. Torf war kostbar, man benötigte ihn zum Heizen und es war genau geregelt, welcher Teil des 250 Hektar großen Gebietes zu welchem Ort gehörte. Mit der Zeit wurde das Moor abgetorft, entwässert und kultiviert – jedoch ohne durchschlagenden Erfolg, weil die Böden nährstoffarm waren. Die entscheidende Idee kam vom damaligen Garbsener Gemeindevorsteher Friedrich Finke. Erpflügte Klärschlamm aus dem Klärwerk Herrenhausen unter und bestellte seine Flächen neu. Erheblich höhere Erträge waren die Folge und Finke wurde in den 30er Jahren als „Moorkönig“ von Garbsen“ bekannt. 1942 griff der „Wasser- und Bodenverband zur Kultivierung des Gabsener Moors“ Finkes Idee wieder auf. In unterirdischen Druckrohren wurde der Schlamm vom Klärweg  Herrenhausen in das abgetorfte Moor geleitet und in Poldern verdunstet. 1982 wurde das Verfahren aufgrund der starken Geruchsbelästigung beendet und die Dämme der Polder wieder abgetragen.