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Ein kleinerer Fluss eingebettet zwischen Feldern © Region Hannover, T. Langreder

Die Wietze

Wasserzeichen

Wietze Hannover

Die einst lebendig mäandrierende und später intensiv regulierte Wietze wird abschnittsweise naturnah ausgebaut.

Die Wietze wird in Isernhagen aus den Bächen Edder und Flöth gebildet. Sie quert das Stadtgebiet Hannovers zwischen Altwarmbüchen und Langenhagen in ost-westlicher Richtung. An der Stadtgrenze zu Langenhagen fließt die Wietze in nördliche Richtung und mündet nach 30 km in die Aller.

Lebendig mäandrierender Fluss

Die Niederung der Wietze war einst von einem hohen Grundwasserspiegel geprägt. Ausgedehnte Bruchwäl­der, Moore und Feuchtgrünland entlang der Fließgewässer waren typisch für diese Landschaft. Bis in das 19. Jahrhundert mäandrierte die Wietze lebendig in ihrem Bett.

Wassermühlen an der Wietze

Die Wietze-Auen konnte wegen der immer wiederkehrenden Überschwemmungen lange nicht besiedelt werden. Gebietsweise wurde die Wietze auch „Möhlenbeeke“ genannt, da sie zum Betreiben von Mühlen angestaut wurde. In Isernhagen-Süd sind drei Mühlenstandorte bekannt. Mitte des 16. Jahrhunderts wurden diese durch Windmühlen auf den nördlichen Höhen abgelöst.

Ausbau der Wietze & Grundwasserabsenkung

Eine intensivere Regulierung der Wietze und die Entwässerung des Wietzebruchs setzte erst Mitte des 19. Jahrhunderts mit der Verkoppelung ein. Diese Vor­form der heutigen Flurbereinigung  führte zur  Ausweitung der landwirtschaftlichen Nutzflächen und zur Anlage von Abzugsgräben. Überschwemmungen kommen heute an der Wietze nicht mehr vor. Grund ist der weitere Ausbau der Wietze, der Bau von Regenrückhaltebecken und der Oberflächenversickerung sowie die Grundwasserabsenkung. Insbesondere die Trinkwassergewinnung im Fuhrberger Feld und die Beregnung der Ackerflächen führten zur Senkung des Grundwasserspiegels. Der Wietze fließt daher nur noch partiell Wasser durch Grundwassereinsickerung zu.

Gewässerqualität

Die Gewässerqualität der Wietze wird stark beeinflusst durch die Einträge aus den Zuflüssen, wie dem Laher Graben. Seine Wasserqualität wird wiederum durch den Wietzegraben und dem oberen Schiffgraben beeinflusst. 1884 gab es noch Fischotter und Fischerei in der Wietze. Mit der Industrialisierung in Misburg und der damit einhergehenden Einleitung der Abwässer in den Laher Graben, verschlechterte sich die Wasserqualität des Flusses. Erst seit den 90-er Jahren des letzten Jahrhunderts wurde die Wasserqualität wieder verbessert (Güteklasse II) und es gibt wieder Fische in der Wietze.

Ökologische Verbesserung

An der Wietze werden in der Region Hannover wie auch im Landkreis Celle Maßnahmen für die ökologische Verbesserung durchgeführt, um den Forderungen aus der EG-Wasserrahmenrichtlinie nachzukommen.