Grüner als man denkt

Wälder

Die Waldflächen im Stadtgebiet: Eilenriede, Tiergarten, Seelhorster Wald und Mecklenheider Forst.

Hannover ist eine der waldreichsten Großstädte Deutschlands. Rund 13 Prozent der Stadtfläche – das entspricht etwa 2.650 Hektar – sind mit Wald bedeckt. Zu den wichtigsten Waldgebieten im Stadtgebiet zählen die Eilenriede, der Tiergarten, der Seelhorster Wald und der Mecklenheider Forst.

Prägende Baumarten sind vor allem die Stieleiche und die Rotbuche. Etwa 1.564 Hektar der Waldflächen werden vom Bereich Forsten, Landschaftsräume und Naturschutz der Landeshauptstadt Hannover betreut, gehegt und gepflegt. Im Mittelpunkt steht dabei nicht der wirtschaftliche Ertrag, sondern der Erhalt und die Entwicklung vielfältiger, naturnaher Erholungsräume.

Erholungsraum mitten in der Stadt

Die städtischen Wälder bieten Raum für Ruhe, Bewegung und Naturerlebnis – direkt vor der Haustür. Ob lauschige Plätze mit Bänken und Liegewiesen, Rodelberge und Spielplätze oder gut ausgebaute Wege zum Spazierengehen, Wandern, Radfahren und Reiten: Der Wald hält für viele Interessen passende Angebote bereit.

Durch die Nähe großer Waldflächen zur Innenstadt leisten die Wälder zudem einen wichtigen Beitrag für das Stadtklima. Sie verbessern die Luftqualität, wirken temperaturausgleichend und tragen zur Regulierung der Luftfeuchtigkeit bei. Diese vielfältigen Funktionen können jedoch nur von einem gesunden und stabilen Wald dauerhaft erfüllt werden.

Nachhaltige Forstwirtschaft mit Verantwortung

Neben seinen Schutz- und Erholungsfunktionen liefert der Wald auch den nachwachsenden Rohstoff Holz – nachhaltig und umweltfreundlich. Aufgabe des Bereiches Forsten, Landschaftsräume und Naturschutz ist es, die unterschiedlichen Funktionen des Waldes langfristig zu sichern und weiterzuentwickeln.
Grundlage dafür sind die Prinzipien einer nachhaltigen, zertifizierten Forstwirtschaft, die ökologische, soziale und wirtschaftliche Aspekte miteinander verbindet.

Zusammenarbeit und Beteiligung

Ein wichtiger Baustein für den Erhalt der städtischen Wälder ist die enge Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen, Verbänden und der Stadtgesellschaft. Informations- und Erfahrungsaustausch, gemeinsame Veröffentlichungen sowie Veranstaltungen wie das Tiergartenfest, das jedes Jahr viele tausend Besucher*innen anzieht, gehören ebenso dazu wie Baumpflanzaktionen mit der Bevölkerung.

Diese Aktivitäten tragen dazu bei, Interesse für den Wald zu wecken, Wissen zu vermitteln und für einen verantwortungsvollen Umgang mit diesem wichtigen Naturraum zu sensibilisieren.

Sicherheit im Wald: Rettungspunkte

Um im Notfall schnelle Hilfe zu ermöglichen, hat die Landeshauptstadt Hannover seit Frühjahr 2019 insgesamt 29 sogenannte „Rettungspunkte Forst“ in den städtischen Wäldern eingerichtet. Sie erlauben es verunglückten Personen, ihren Standort eindeutig zu benennen und gezielt Hilfe anzufordern.

Eine Übersichtskarte der Rettungspunkte ist online unter www.hannover-gis.de sowie in einer dort verlinkten PDF-Datei abrufbar. Alternativ kann auch die kostenlose App „Hilfe im Wald“ genutzt werden.

Waldzustandsberichte als Grundlage für den Schutz

Ende 2021 hat die Landeshauptstadt Hannover erstmals einen Waldzustandsbericht für die städtischen Wälder vorgelegt. Seitdem wird der Bericht jährlich aktualisiert, um die Entwicklung des Stadtwaldes systematisch zu dokumentieren und vergleichbar zu machen. Die Ergebnisse bilden eine wichtige Grundlage für Pflege, Anpassung an den Klimawandel und langfristige Schutzmaßnahmen.
 

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