Ehrung

Wegbenennung nach Mira Lobe

Die Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks Döhren-Wülfel Frau Ranke-Heck und der Bezirksbürgermeister des Stadtbezirks Kirchrode-Bemerode-Wülferode Herr Rödel haben den Mira-Lobe-Weg eingeweiht.

Bezirksbürgermeisterin Frau Ranke-Heck und Bezirksbürgermeister Herr Rödel enthüllen das neue Schild und die Legendentafel.

Am 6. Februar 2015 fand die Einweihung des Mira-Lobe-Weges statt. Der Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel und der Stadtbezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode haben beschlossen, den gut frequentierte Fuß- und Radweg zwischen Dreibirkenweg und Wülfeler Straße nach Mira Lobe zu benennen.

Die Enthüllung des Schildes wurde gemeinsam von der Bezirksbürgermeisterin des Stadtbezirks Döhren-Wülfel Frau Ranke-Heck und dem Bezirksbürgermeister Kirchrode-Bemerode-Wülferode Herrn Rödel vorgenommen. An der feierlichen Einweihung nahmen Bezirksratsmitglieder und weitere Interessierte aus beiden Stadtbezirken teil.

Die Bezirksbügermeisterin Frau Ranke-Heck hält gegenüber Interessierten aus den Stadtbezirken Döhren-Wülfel und Kirchrode-Bemerode-Wülferode eine Rede zur Einweihung.

Der Mira-Lobe-Weg stellt die Verbindung her zwischen der Siedlung Seelhorst und dem Waldgebiet Seelhorst und liegt an der Grenze zwischen den Stadtteilen Bemerode und Mittelfeld.

Zur Person Mira Lobe:

Mira Lobe, geborene Hilde Mirjam Rosenthal, wurde am 17. September 1913 in Görlitz geboren. Sie machte 1933 das Abitur und wollte Germanistik und Kunstgeschichte studieren. Das war ihr jedoch als Jüdin untersagt. Sie wanderte 1936 nach Palästina aus, heirate 1940 Friedrich Lobe. Nach der Geburt ihrer beiden Kinder Claudia und Reinhardt begann Mira Lobe schriftstellerisch tätig zu werden. 1950 siedelte sie nach Wien über. Danach begann ihre Zeit maßgeblich als Kinder- und Jugendbuchautorin für über 100 Bücher. Sie wurde mehrfach für ihre Tätigkeit ausgezeichnet. Die Bücher wurden zumeist von Susi Weigel illustriert. Am 6. Februar 1995 verstarb sie in Wien.

Die Mira-Lobe-Grundschule, die auf dem benachbarten Grundstück ihren Standort hat, wurde am 12. Oktober 2012 offiziell eröffnet. Die Kinderbuchautorin ist als Namensgeberin bewusst gewählt worden, weil sie mit dem Kinderbuch „Das kleine Ich-bin-ich“ das Motto transportiert, das für die Schule gilt: Das Anderssein wird überführt in ein Selbstbewusstsein mit Selbstwertgefühl „Ich bin ich“ -Darstellung des Weges zur Selbstbestimmung. Gegenstand dieses Buches ist, Anderssein in ein Selbstbewusstsein mit Selbstwertgefühl zu überführen, was auch dem Motto der nahe gelegenen Grundschule entspricht. Diese auf dem Gelände des Annastifts befindliche Schule ist die erste inklusive Grundschule Hannovers, die aus einer Förderschule hervorgegangen ist und trägt den Namen Mira Lobe Grundschule. Die Namensgebung nach der Autorin erfolgte, weil Mira Lobe in ihren Kinderbüchern das Thema der Identität und des gemeinsamen Lebens dergestalt umgesetzt hat, dass sie für den Geist dieser Grundschule bestimmend geworden ist.
Durch die Wegebenennung wird daher neben der Würdigung des Werkes von Frau Lobe gleichzeitig aufgrund der Nähe zu dieser inklusiven Schule ein Bezug zur Örtlichkeit genommen.