Im Mittelpunkt des Fachtags stand die Frage, wie sich Bienenpädagogik sinnvoll in Unterricht und Schulleben integrieren lässt und welchen Beitrag sie zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) leisten kann. Die vorgestellten Praxisbeispiele machten deutlich, dass Bienen weit mehr sind als Honiglieferanten: Sie schaffen Lernanlässe, fördern Verantwortungsbewusstsein und Teamarbeit und stärken die Selbstwirksamkeit von Kindern und Jugendlichen.
Viele Teilnehmende nahmen neue Ideen und konkrete Anregungen mit, um eigene Projekte an ihren Schulen umzusetzen und Bienen künftig stärker in den Schulalltag einzubinden.
Großen Zuspruch fand der „Markt der Möglichkeiten“, auf dem Schulen, Bildungseinrichtungen und Initiativen ihre Projekte präsentierten. Vorgestellt wurden unter anderem Schulimkereien, inklusive Bienen-AGs, Wahlpflichtangebote sowie Konzepte für Ganztagsschulen und die Berufsorientierung.
Zu den Praxisbeispielen gehörten unter anderem die nachhaltige Schülergenossenschaft „Imkerei der IGS List“, die inklusive Schulbienen-AG der Tellkampfschule, die Forscherklasse mit Schulimkerei am Johannes-Kepler-Gymnasium Garbsen sowie der Wahlpflichtbereich „Bienen“ der Herschelschule Hannover. Ergänzt wurde das Angebot durch Projekte weiterer Schulen, Bildungsträger und Initiativen aus der Region.
Fachvorträge und Informationsangebote rundeten das Programm ab. Expert*innen informierten über den Mehrwert von Bienen an Schulen, nachhaltige Schülerfirmen, Schulgärten und weitere Unterstützungsangebote. Auch die Staudengärtnerei des Schulbiologiezentrums stellte Möglichkeiten vor, Schulgelände insektenfreundlich zu gestalten.
Der Fachtag wurde vom Schulbiologiezentrum Hannover gemeinsam mit dem Regionalen Landesamt für Schule und Bildung Hannover durchgeführt. Die große Resonanz zeigt das wachsende Interesse daran, Umweltbildung praxisnah zu gestalten und Kinder sowie Jugendliche früh für Nachhaltigkeit, Artenvielfalt und Naturschutz zu begeistern.