Nach langen Planungen, intensiver Beteiligung und einer umfangreichen Bauphase ist der Neubau der IGS Büssingweg offiziell an die Schulgemeinschaft übergeben worden. Mit der feierlichen Schlüsselübergabe am 28. August 2026 beginnt für die Schule eine neue Etappe. Entstanden ist eine moderne, inklusive und innovative Schule für rund 1.250 Schüler*innen, in der Architektur und pädagogisches Konzept eng miteinander verbunden sind.
Zur feierlichen Schlüsselübergabe kamen zahlreiche Vertreterinnen der Schulgemeinschaft, der Landeshauptstadt Hannover, aus Politik und Verwaltung sowie die am Bau beteiligten Planerinnen zusammen. Auch Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay nahm an der Eröffnung teil und würdigte das neue Schulgebäude und die Arbeit der Beteiligten im Rahmen einer Rede.
Für Schulleiterin Isabell Lenius steht der symbolische Schlüssel für deutlich mehr als die Übergabe eines neuen Gebäudes. „Für uns an der IGS Büssingweg öffnet er nicht einfach die Tür zu einem neuen Gebäude. Er öffnet die Tür zu einer neuen Etappe unserer Schule“, sagte sie bei der Feier.
Auch Bezirksbürgermeister Thorsten Baumert hob die Bedeutung des Projekts für den Stadtbezirk Vahrenwald-List hervor. "Nach langen Planungen, umfangreicher Beteiligung und einer langen Bauphase sei eine moderne, inklusive und innovative Schule entstanden, die nun von Schüler*innen und Lehrkräften mit Leben gefüllt werde."
Der Neubau zeichnet sich durch helle Räume, moderne Technik und eine hochwertige Ausstattung aus. Im Mittelpunkt steht jedoch nicht allein die Gestaltung des Gebäudes. Die neuen Räume wurden gezielt auf das pädagogische Konzept der IGS Büssingweg ausgerichtet.
Ein Herzstück bildet die Lernmitte. Gemeinsam mit den Lernhäusern, offenen Klassenräumen und individuellen Lernbereichen ermöglicht sie unterschiedliche Formen des Arbeitens. Schüler*innen können konzentriert für sich lernen, gemeinsam an Projekten arbeiten oder sich gegenseitig unterstützen. Lehrkräfte stehen beratend und begleitend zur Seite und sind durch die in den Lernbereichen angesiedelten Lehrkraftstationen unmittelbar erreichbar.
Damit trägt die Architektur dem Anspruch Rechnung, unterschiedliche Lernwege zu ermöglichen und Schüler*innen individuell zu fördern. Lernen soll selbstständiger, kooperativer und zugleich gemeinschaftlicher werden.
Moderne Fachräume schaffen zusätzliche Möglichkeiten für praktisches, forschendes und kreatives Lernen. Hinzu kommt eine leistungsfähige digitale Infrastruktur. Technik soll dabei nicht Selbstzweck sein, sondern Unterricht vielfältiger gestalten und Recherche, Präsentationen, gemeinsames Arbeiten sowie individuelle Lernprozesse unterstützen.
Die IGS Büssingweg versteht sich nicht nur als Unterrichtsort, sondern auch als Lebensraum. Deshalb wurden im Neubau zahlreiche Aufenthalts- und Begegnungsbereiche geschaffen. Hier sollen Schüler*innen miteinander ins Gespräch kommen, gemeinsam essen und arbeiten, Freundschaften pflegen oder einfach ihre Pausen verbringen können.
Eine besondere Bedeutung hat dabei die Beteiligung der Schüler*innen. Sie sollen ihre neue Schule nicht nur nutzen, sondern selbst mitgestalten. Kunstprojekte und weitere Gestaltungsprojekte sollen dazu beitragen, ihre Ideen und ihre Kreativität im Gebäude sichtbar zu machen.
Lenius brachte diesen Anspruch in ihrer Rede auf einen zentralen Punkt: „Wir wollen keine Schule, die nur für Schülerinnen und Schüler gebaut wurde. Wir wollen eine Schule, die gemeinsam mit ihnen gestaltet wird.“
Auch Baumert griff diesen Gedanken auf. "Mit der baulichen Fertigstellung beginne nun die entscheidende Phase: Schüler*innen und Lehrkräfte würden den Neubau zu ihrer Schule machen". Sein Fazit nach der Besichtigung fiel entsprechend positiv aus: „Es ist wirklich etwas Großartiges entstanden.“
Mit der Schlüsselübergabe ist die Entwicklung des Schulstandortes noch nicht vollständig abgeschlossen. Auch das Außengelände wird künftig Teil des neuen Lern- und Lebensortes. Geplant sind Bewegungs- und Aufenthaltsbereiche, Grünflächen sowie Möglichkeiten für Begegnung und Lernen außerhalb des Gebäudes.
Die Schulleitung dankte bei der Eröffnung der Landeshauptstadt Hannover, den beteiligten Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung, dem städtischen Gebäudemanagement sowie den Architektur-, Innenarchitektur- und Landschaftsarchitekturbüros für die langjährige Zusammenarbeit.
Hinter dem Neubau stehen zahlreiche Planungen, Gespräche und Abstimmungen. Unterschiedliche Anforderungen aus Architektur, Pädagogik, Funktionalität und Gestaltung mussten zusammengeführt werden. Dass dies gelungen ist, wurde bei der Schlüsselübergabe von Schulleitung, Bezirksbürgermeister und Oberbürgermeister gleichermaßen gewürdigt.
Mit der neuen IGS Büssingweg erhält der Stadtbezirk Vahrenwald-List einen modernen Schulstandort für rund 1.250 Schüler*innen. Der Neubau bietet Raum für neue Formen des Lernens, für Gemeinschaft, Kreativität und Beteiligung.
Mit der Übergabe des Schlüssels endet damit zwar die Bauphase. Für die Schulgemeinschaft beginnt jedoch der wichtigste Teil erst jetzt: das Gebäude mit Leben zu füllen und aus dem Neubau ihre Schule zu machen.