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Beratung nach dem Prostitutiertenschutzgesetz

Am 1. Juli 2017 trat das neue Prostitutiertenschutzgesetz in Kraft. Damit sind Prostituierte verpflichtet, ihre Tätigkeit nach vorheriger Gesundheitsberatung beim Ordnungsamt anzumelden.

Die Region Hannover erfüllt ab dem 1. Juli eine doppelte neue, gesetzliche Aufgabe: als zuständiges Gesundheitsamt für alle 21 Städte und Gemeinden in der Region Hannover die gesundheitliche Beratung sowie als Ordnungsamt für die 20 Umlandkommunen die Ausstellung der Anmeldebescheinigung.

Der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover führt die in § 10 vorgeschriebene gesundheitliche Beratung für Menschen, die sexuelle Dienstleistungen anbieten, durch und stellt eine Bescheinigung darüber aus. Diese Bescheinigung muss innerhalb von 3 Monaten bei der für die namentliche Anmeldung zuständigen Behörde vorgelegt werden. 

Wann muss die Beratung erfolgen?

  • Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter, die vor dem 01.07.2017 bereits gearbeitet haben, haben bis 31.12.2017 Zeit, ihre Tätigkeit anzumelden.
  • Ansonsten muss die Anmeldung vor Aufnahme der Tätigkeit erfolgen.
  • Die gesundheitliche Beratung muss regelmäßig wiederholt werden:
    • Sexarbeiterinnen und Sexarbeiter ab 21 Jahren müssen jährlich die Beratung wahrnehmen.
    • Sexarbeiterinnen und Sexarbeitervon 18 bis 21 Jahren müssen alle 6 Monate die Beratung wahrnehmen.

Die gesundheitliche Beratung ist ein vertrauliches Gespräch zu den Themen Krankheitsverhütung, Schwangerschaftsberatung und -vorsorge, Risiken von Drogen- und Alkoholkonsum sowie zu Zwangs- und Notlagen. Eine medizinische Untersuchung findet nicht statt.

Wo findet die Beratung statt?

Die Beratung erfolgt im Fachbereich Gesundheit, Weinstr. 2, 30171 Hannover, im Erdgeschoß. Termine für die gesundheitliche Beratung nach § 10 ProstSchG können unter der Telefonnummer 0511 /616-25252 vereinbart werden. Bitte teilen Sie mit, wenn Sie eine Übersetzung in Ihre Muttersprache benötigen.

Das müssen Sie zur Beratung mitbringen:

Ein Ausweisdokument (z.B. Personalausweis, Reisepass) muss bei der Beratung vorgelegt werden. Die Beratung ist kostenfrei