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Hornissen- und Insektenstiche

Mythos und Wahrheit. Erfahren Sie mehr über die Wirkung der gängisten Insektengifte.

Hornisse auf einem Blatt © Peter Bohot / pixelio.de

Um mit Mythen wie dem, dass drei Hornissenstiche einen Menschen töten und sieben ein Pferd aufzuräumen, hat der Fachbereich Gesundheit der Region Hannover Informationen über den Umgang mit Insekten und Insektenstiche zusammengestellt. 

Zurück zu den Hornissen: Hornissen sind sehr friedfertig und ihr Gift ist weniger wirksam als das von Bienen. Allerdings ist es schmerzhafter, von einer Hornisse gestochen zu werden, da in ihrem Gift der Anteil des Nervengiftes Acetylcholin verhältnismäßig hoch und dieses Gift als besonders schmerzhaft empfunden wird und ihr Stachel deutlich länger ist.
Dennoch gilt: egal wie weh es tut, nicht um sich schlagen, Ruhe bewahren und den Insekten schnell aus dem Weg gehen! Sonst werden sie immer aggressiver und stechen vermehrt zu.

Der Stich löst im Körper eine allergische Reaktion aus. Überwiegend kommt es dabei zu Schwellungen und Juckreiz. In seltenen Fällen kann aber auch eine schwere allergische Reaktion in Form eines Schocks auftreten.
Schwierig sind Stiche und eine damit verbundene Schwellung bei unglücklichen Stichstellen wie dem Rachen. In diesem Fall sofort zum Arzt und bis man dort ist Eiswürfel lutschen (lassen).
Bei den üblichen einfachen schmerzhaften, juckenden Schwellungen reicht Kühlung und gegebenenfalls eine Antihistamin-Salbe.
Bei Bienenstichen steckt der Stachel in der Regel noch in der Wunde. Ziehen oder kratzen Sie ihn  sofort heraus, damit kein weiteres Gift in die Wunde gelangt.

Von alten Hausmitteln (wie Zwiebel etc) wird abgeraten, da sie zu Infektionen führen können!

Wenn es zu einer starken Allgemeinreaktion mit Herzrasen, Hitzewallungen, Atemnot oder zumindest Juckreiz und Rötungen an nicht betroffenen Körperteilen gekommen ist, sollten Sie für die Zukunft durch einen Allergologen im Hauttest klären lassen, ob und welche Insektengiftallergie besteht.

Generell gilt: Die Giftigkeit ist bei keinem der Insekten so groß, dass eine Erwachsener an der Giftwirkung stirbt. Hier wird der bedrohten Tierart der Hornissen (wie auch den anderen) Unrecht getan.

 

Gifte von Bienen, Wespen, Hornissen
(Auszug aus dem Dossier: Aufgabengebiete der Toxikologie, Uni Leipzig http://www.uni-leipzig.de/~biophys/fach2/toxikologie_kurzfassung.pdf)

Gifte von Bienen, Wespen und Hornissen
  Biene Wespe Hornisse Wirkungen
Biogene Amine und Neurotransmitter Histamin Histamin
Serotonin
Histamin
Serotonin
Acetylcholin
Dopamin
Adrenalin
Noradrenalin
Schmerz
Hautirritation und -rötung
Peptide Melittin
Apamin
MCD-Peptid
Wespenkinn Hornissenkinin Blutdruckabfall
Zellzerstörung
Schmerz
Enzyme Hyaluronidase
Phospholipasen
Hyaluronidase
Phospholipasen
Hyaluronidase
Phospholipasen

Antigenreaktionen
 

Zellschädigung

 

umliegendes Gewebe wird permeabler

 

Stachellänge 2,5 mm 2,6 mm 3,4 - 3,7 mm Hornissenstiche sind sehr schmerzhaft (längerer Stachel, Acetylcholin)