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Mobil in Springe

"Flinkster" ist da: Neues Carsharing-Angebot

Fünf Fahrzeuge stehen in Springe bereit.

5 Personen stehen an einem silbernen Auto mit geöffneter Fahrertür. © Region Hannover / Claus Kirsch

"Flinkster" ist auch in Springe angekommen.

Mobil sein ohne eigenes Auto: Beim Carsharing besitzt man das Fahrzeug nicht selbst, sondern "teilt" es sich mit anderen. Und dies ist jetzt auch im hannoverschen Umland möglich. Die Stadt Springe – unterstützt von der Region Hannover – geht mit gutem Beispiel voran: Seit Anfang Mai stehen an drei Standorten in der Kernstadt insgesamt fünf Fahrzeuge von „Flinkster“, dem Carsharing Angebot der
Deutschen Bahn, zum Ausleihen bereit.

Zwei Ford Fiestas der Flotte können die Bürgerinnen und Bürgern rund um die Uhr mieten. Die übrigen drei „Flinkster“-Mietwagen – zwei weitere Fiestas und ein Opel Astra - sind tagsüber für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung als Dienstfahrzeuge reserviert, können aber nach Dienstschluss und an den Wochenenden von allen "Flinkster"-Kunden genutzt werden.

Flächengrößtes Carsharing-Netzwerk

Im Rathaus haben am 14. Mai der Verkehrsdezernent der Region Hannover, Ulf-Birger Franz, und Springes Stellvertretender Bürgermeister, Clemens Gebauer, das Projekt vorgestellt und über die Nutzungsmodalitäten informiert: Buchen lassen sich die Flinkster-Fahrzeuge einfach über die App oder die Webseite flinkster.de. Nach einmaliger Registrierung können rund 4.500 Fahrzeuge in mehr als 400 Städten ausgeliehen werden. Flinkster ist das flächengrößte Carsharing-Netzwerk in Deutschland.

Tragfähig durch dienstliche Nutzung

"In Hannover und auch in Langenhagen ist Carsharing seit langem ein wichtiger Baustein im Mobilitätsverbund. Besonders in kleineren Kommunen scheitert das Auto-Teilen bislang häufig an einer zu geringen Auslastung der Fahrzeuge in der Startphase. Mit unserer Initiative gehen wir einen anderen Weg", erläuterte Dezernent Franz: "Wir setzen dabei auf die Integration von Carsharing-Fahrzeugen in kommunale und betriebliche Fuhrparks. Die Kommunen und die ebenfalls beteiligte Klinikum Region Hannover Servicegesellschaft fungieren als Ankerkunden, indem sie die Autos tagsüber für dienstliche Fahrten nutzen. Dies ermöglicht es, ein tragfähiges öffentliches Carsharing-Angebot vor Ort zu etablieren."

Offen für weitere Kommunen

Grundlage für das zunächst auf vier Jahre befristete Pilotprojekt ist der Masterplan "Shared Mobility", den die Regionsversammlung beschlossen hat. Ziel ist es, bis 2020 in möglichst allen 20 Umlandkommunen Carsharing-Angebote - in Ergänzung zu ÖPNV, Fahrrad und Taxi – einzurichten. Damit das gelingen kann, hat die Region Hannover einen Rahmenvertrag mit Deutsche Bahn Connect abgeschlossen. "Weitere interessierte Kommunen in der Region Hannover können jederzeit beitreten", warb Franz für das Projekt.

Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz

In Springe sind die Flinkster-Wagen am Rathaus (Auf dem Burghof 1), am Verwaltungsstandort Zur Salzhaube 9 sowie in der Bürgermeister-Peters-Straße (direkt am Bahnhof) für Dienst- und optionale Freizeitfahrten "geparkt". "Die Zeiten von dicken Dienstwagen, die mehr rumstehen, als gefahren werden, sind vorbei. Wir leisten als Stadtverwaltung mit dem Carsharing einen aktiven Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz", so Clemens Gebauer, "und bieten allen Menschen in Springe einen Anreiz für zukunftsweisende, ressourcenschonende Mobilität. Zugleich sparen wir Geld ein, da die Fahrzeuge nur bei Nutzung bezahlt werden. Wir haben uns mit dem Carsharing-Modell von Flinkster für eine zeitgemäße Mobilitätslösung entschieden, die einfach und zugleich kostengünstig zu realisieren ist. Ich würde mich freuen, wenn "Flinkster" hier in Springe so gut läuft, dass wir bald auch Carsharing an den weiteren Springer Bahnhöfen Völksen-Eldagsen und Bennigsen anbieten können."

"Flinkster", ein Tochterunternehmen der DB, hatte nach einer europaweiten Ausschreibung den Zuschlag für die Umsetzung des Projekts erhalten.

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(Veröffentlicht am 14. Mai 2019)