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Nationaler Radverkehrsplan | Klimaschutz im Radverkehr

Bike + Ride 2.0

Forschung und Realisierung des Bike+Ride-Angebotes in der Region Hannover. Gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

Forschungsprojekt "Bike+Ride 2.0"

Weiterentwicklung des Bike+Ride-Angebotes in der Region Hannover

Gerade in den eher ländlich geprägten Städten und Gemeinden im Umland der Landeshauptstadt Hannover ist die Kombination des Verkehrsmittel Fahrrads mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eine gute Möglichkeit, auch auf langen Wegstrecken auf das Auto zu verzichten. Im Handlungskonzept Radverkehr der Region Hannover wird daher eine intensivere Förderung von B+R Anlagen als wichtige Stellschraube empfohlen, um positive Effekte für die Radverkehrsnutzung zu erzielen.

Um das bereits bestehende, gute B+R-Angebot in Hinblick auf besseren Komfort, einen zukünftig stärkeren Radverkehr und die Nutzung hochwertigerer Räder (z.B. Pedelecs) weiterzuentwickeln, hat die Region Hannover sich um Fördermittel aus dem Nationalen Radverkehrsplan (NRVP) 2020 des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) beworben, um neue Erkenntnisse zu gewinnen.

In einem partizipativen Verfahren wurden Standorte und Ideen zur Ausstattung von B+R-Anlagen gesammelt: Auf der Basis von Befragungen, Workshops und einem Standortwettbewerb haben sich die beteiligten Kommunen, interessierte Nutzerinnen und Nutzer sowie ein begleitender Projektbeirat in den Prozess eingebracht.

Ein Ergebnis ist ein Modulkatalog, der Standards für flexibel einsetzbare Ausstattungen von B+R-Anlagen vorschlägt. Die Vorschläge unterscheiden sich je nach den Anforderungen der vorhandenen Verkehrssysteme, der Flächenverfügbarkeit sowie der Regelmäßigkeit der B+R-Nutzung und enthalten weitere Zusatzangebote.

Auf Grundlage dieser Erkenntnisse werden derzeit die unten genannten Anlagen im Rahmen des Förderwettbewerbs des BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) zum Thema "Klimaschutz im Radverkehr" umgesetzt.

Anhand dieser soll nach Fertigstellung die Wirkung der erweiterten Angebote auf die B+R-Nutzung evaluiert werden.

Realisierung von "Bike+Ride 2.0"

Die Region Hannover hat im Mai 2017 beim Förderwettbewerb des BMU (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit) zum Thema "Klimaschutz im Radverkehr" eine Projektskizze "Bike & Ride 2.0" eingereicht.

Nach positiver Bewertung durch den Fördermittelgeber wurde in einer zweiten Antragsstufe die Gewährung einer Bundeszuwendung für den Bau von zwei Modellanlagen beantragt und vom BMU bewilligt.

Durch die Förderzusage konnte erstmalig jeweils eine große angebotsorientierte Anlage an einer Schnellbushaltestelle, sowie an einer Stadtbahnhaltestelle geplant werden. Bisher lagen die Schwerpunkte neuer B+R Anlagen vor allem Bereich von SPNV Stationen. Die bisherigen Förderregularien machten eher die Bedarfsabdeckung als Angebotsschaffung möglich. Nun kann getestet werden, welche Effekte eine massive Erhöhung des Angebotes mit sich bringen.

Entstanden sind Entwürfe hochwertiger, optisch ansprechender innovativer Anlagen, ausgestattet mit Schließfächern, Doppelstockparkern und elektronischen Zugangssystemen, welche künftig online buchbar sein sollen. Stelen und Fahrrad-Symbolik sollen die Anlagen im öffentlichen Raum besser wahrnehmbar machen.

Stadtbahnhaltestelle "Berliner Platz"

An der Stadtbahnhaltestelle "Berliner Platz" entsteht eine Anlage für ca. 150 Fahrräder, bestehend überwiegend aus Doppelstockparkern und einigen Bügelstellplätzen für Sonderfahrräder (Lastenräder, Anhänger, Liegeräder). Alle Anlagen sind überdacht, ein Teilbereich wird als Fahrradgarage konzipiert. Der überwiegende Teil steht GVH Kunden zur Verfügung, ein Teilbereich ist Gelegenheitskunden vorbehalten. Sitzgelegenheit, Schließfächer und eine fest installierte Luftpumpe sowie eine "Smart bench" auf dem Vorplatz gehören ebenfalls zur Ausstattung.

Mit den Tiefbauarbeiten zur Anlage in Langenhagen wurde im April begonnen. Die Fertigstellung ist im August 2019 vorgesehen.

Schnellbushaltestelle "Schöneberger Straße"

An der Schnellbushaltestelle in Pattensen "Schöneberger Straße" soll ebenfalls eine neue B+R Anlage entstehen. Hier ist vorgesehen parallel die Bushaltestelle auszubauen und die Wartehalle in den Entwurf zu integrieren.

Insgesamt sind ca. 160 Stellplätze für Räder, mit einem abschließbaren Bereich für GVH Abonnenten, sowie einer abschließbaren Garage für Spontankunden vorgesehen. Die Anlage ist ebenfalls mit Schließfächern und elektronischem Zugangssystem ausgestattet.

Für die Anlage in Pattensen werden derzeit noch letzte baurechtliche Rahmenbedingungen geklärt. Sobald eine Baugenehmigung vorliegt, kann mit der Ausschreibung der Leistungen begonnen werden.