VEP 2035+

Verkehrsentwicklungsplan

„Aktionsprogramm Verkehrswende“ 

Die Region Hannover hat sich das Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden. Hierzu muss auch der Verkehrssektor seinen Beitrag leisten. Klimaneutralität ist im Verkehrssektor aber nur langfristig zu erreichen, da noch mindestens bis 2030 Neufahrzeuge mit Verbrennerantrieb angeschafft werden, die dann noch rund weitere 15 Jahre in der Region fahren und CO2 emittieren werden.

Auch die Stromproduktion für Elektroautos kann nur schrittweise klimaneutral werden. Daher ist neben der Antriebswende auch eine deutliche Reduktion der Kfz-Fahrleistungen erforderlich, um möglichst schnell klimaneutral zu werden und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffimporten zu reduzieren.

Etappenziel: -70% CO2

Als Etappenziel zu einer klimaneutralen Region soll durch das „Aktionsprogramm Verkehrswende“ eine CO2-Minderung der verkehrsbedingten Emissionen des Verkehrs der Bewohnerinnen und Bewohner der Region Hannover sowie der Einpendlerinnen und Einpendler von 70 Prozent erreicht werden.

Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, ist eine Strategie aus Pull- und Push-Maßnahmen erforderlich, die die einzelnen Handlungsfelder integriert angeht.

Das „Aktionsprogramm Verkehrswende“ zielt auf die Erreichung der Umweltziele (CO2-Minderung), aber genauso auf mehr Aufenthalts- und Lebensqualität in der Region. Sie kann nur gelingen, wenn sie für die Menschen in der Region die Lebensqualität spürbar erhöht, durch eine flexible und vernetzte Mobilität in der gesamten Region sichert, kurze Wege ermöglicht, auf attraktiven und sicheren Straßen zur Nahmobilität einlädt und Platz für lebenswerte Straßenräume mit hoher Aufenthaltsqualität schafft.

Hierzu ist eine gerechtere Straßenraumaufteilung mit weniger Flächenbedarf für den ruhenden und fließenden Kfz-Verkehr erforderlich. Die zurückgelegten Kilometer mit dem Rad und mit dem ÖPNV werden verdoppelt und die Pkw-Verkehrsleistung halbiert. Alternative Mobilitätsangebote in der gesamten Region machen ein Viertel der Pkws in der Region überflüssig.

Umsetzung nur gemeinsam möglich

Diese erlebbare Verkehrswende kann nur gemeinsam durch die Region Hannover mit vielen anderen Partnern aus den Kommunen, dem Land und Akteuren aus Vereinen und der Wirtschaft umgesetzt werden, die hierzu im Mobilnetzwerk noch enger zusammenarbeiten. Das Mobilnetzwerk Hannover setzt sich für die Verkehrswende und Verkehrssicherheit in der Region Hannover sowie die Stärkung der Zusammenarbeit zwischen den Kommunen und der Verwaltung, der Verkehrsplanung und -sicherheit sowie der Stadtgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft ein.

Im Spätherbst 2022 soll der Verkehrsentwicklungsplan vom Verkehrsausschuss und der Regionsversammlung beschlossen werden. Zudem soll anschließend das „Bündnis für Verkehrswende“ mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der 21 Kommunen geschlossen werden und somit ein wichtiger Schritt in Richtung Verkehrswende gegangen werden.

Ansprechpersonen

86.04 - Team Verkehrsentwicklung und Verkehrsmanagement

Klaus Geschwinder
Tel. 0511 616-23207, klaus.geschwinder@region-hannover.de

 Johanna Grüne 
Tel. 0511 616-28355, johanna.gruene@region-hannover.de 

Melanie Saraval (Mobilnetzwerk)
Tel. 0511 616-23410, melanie.saraval@region-hannover.de