Vom Pilotprojekt zum zentralen Mobilitätsangebot: Fünf Jahre sprinti

Mobilität

Projekt albus: Auf dem Weg zum autonomen Linienbetrieb

Region und ÜSTRA testen seit 2025 erfolgreich einen autonomen Linienbus – in der zweiten Projektphase wird der Testbetrieb ausgeweitet.

Mit dem Projekt albus – kurz für „Autonomer Linienbus“ – nimmt die Region Hannover eine Vorreiterrolle bei der Erprobung automatisierter Mobilität im öffentlichen Nahverkehr ein. Das Projekt startete im Frühjahr 2023 und wird gemeinsam mit der ÜSTRA umgesetzt. Für das Vorhaben stehen insgesamt 6,3 Millionen Euro zur Verfügung, davon rund 3,7 Millionen Euro aus einer Förderung des Bundesministeriums für Verkehr. 

Öffentlicher Testbetrieb in Burgdorf

Nach umfangreichen technischen Vorbereitungen, rechtlichen Prüfungen und der Genehmigung durch das Kraftfahrt-Bundesamt begann am 15. September 2025 der öffentliche Testbetrieb in Burgdorf. Damit ging erstmals in Deutschland ein automatisierter Linienbus dieser Größe im realen Straßenverkehr in Betrieb. Der acht Meter lange Elektrobus mit 22 Sitzplätzen fuhr mit einer Level-4-Automatisierung auf einer rund sechs Kilometer langen Strecke, angelehnt an die Linie 906. Während des Testbetriebs war weiterhin geschultes Fahrpersonal an Bord, das bei Bedarf eingreifen konnte. Bis Ende Juni 2026 absolvierte albus rund 1.500 Testfahrten und stellte die technische Machbarkeit des automatisierten Linienbetriebs unter realen Bedingungen unter Beweis. 
 

Das Projekt albus testet einen autonomen Linienbus in der Region Hannover.

Weiterentwicklung im Projekt MIMS

Am 30. Juni 2026 stimmte die Regionsversammlung der Fortführung des Projekts zu. In der zweiten Projektphase, die bis Ende 2027 läuft, soll der Testbetrieb ausgeweitet und weiter optimiert werden. Die beschlossene Fortführung schafft die ideale Grundlage für die Weiterentwicklung durch das Projekt MIMS (Multimodales innovatives Mobilitätssystem) der Region Hannover. 

Da im Projekt albus nur begrenzt Mittel für eine umfassende rechtliche Begleitung vorgesehen sind, plant MIMS zusätzliche Ressourcen für den gesamten Beschaffungsprozess der bis zu drei autonomen Busse bereitzustellen. Durch die enge Verzahnung beider Projekte kann dieser hochinnovative Prozess von Beginn an rechtssicher vorbereitet und begleitet werden. 

Damit stellt die Region Hannover frühzeitig die Weichen für eine schrittweise und nachhaltige Integration autonomer Fahrzeuge in den öffentlichen Nahverkehr.

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