Start der Fahrradoffensive im Projekt MIMS - Hannover.de

Mobilität

Start der Fahrradoffensive im Projekt MIMS

Mit der Fahrradoffensive ist im Mai ein wichtiges Teilprojekt des durch die Europäische Investitionsbank geförderten Projektes MIMS (Multimodales innovatives Mobilitätssystem) gestartet.

Die Fahrradoffensive baut auf dem bereits durchgeführten Social2Mobility-Projekt auf, welches vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wurde. Das Forschungsprojekt hatte zum Ziel, Mobilitätsoptionen zu identifizieren und entsprechende Hürden abzubauen, um die soziale Teilhabe von armutsgefährdeten Personen zu steigern. Von Mobilitätsarmut betroffene Menschen sind durch fehlende Mobilität in ihrem Alltag eingeschränkt, was Teilhabe am Arbeitsmarkt, in der Gesellschaft und am Sozialleben erschwert. Gründe für Mobilitätsarmut können zum einen der fehlende Zugang zu ÖPNV durch fehlende Infrastruktur und für die Nutzung eines Pkw eigentlich nicht ausreichende finanzielle Mittel sein, zum anderen werden kostengünstige Optionen wie zum Beispiel das Fahrrad oft nicht als Mobilitätsalternative wahrgenommen.

Durch Social2Mobility wurde auch ein Handlungsleitfaden erarbeitet, welcher die Umsetzung von Maßnahmen zur Fahrradförderung für armutsgefährdete Personen unterstützt. Mit der Fahrradoffensive sollen die Ergebnisse aus Social2Mobility im Rahmen des MIMS-Projektes nun in die Praxis umgesetzt werden. 

Ziel der Fahrradoffensive ist es, das Fahrrad allen Bevölkerungsgruppen als praktisches und kostengünstiges Mobilitätsmittel zugänglich zu machen.

In den kommenden Jahren wird die Region Hannover mit der Fahrradoffensive daran arbeiten, bisher vernachlässigten Bevölkerungsgruppen den Zugang zum Fahrrad näherzubringen und die Nutzung als Verkehrsmittel zu ermöglichen. In drei Leuchtturmkommunen werden Angebote wie Fahrradkurse, Selbsthilfeprojekte und Reparaturworkshops mit Hilfe von Anbieter*innen wie dem ADFC, der Verkehrswacht, der Radfahrschule Hannover oder dem Turn Klubb Hannover durchgeführt. Lokale Anker (z.B. Quartierstreffs, Familientreffs, Schulen, Kirchengemeinden) vernetzen die Anbieter*innen mit der lokalen Bevölkerung. Bis Mitte 2029 werden verschiedene Bausteine und Aktivitäten getestet und kontinuierlich verbessert. Dabei liegt ein besonderer Fokus darauf, die Maßnahmen in den Alltag der Menschen zu bringen, zum Beispiel durch die Verknüpfung einer Reparaturwerkstatt mit einem Nachbarschaftsfest. Koordiniert werden die Fahrradoffensive und die Kooperation zwischen der Region Hannover, den Kommunen, den Anbieter*innen und den Lokalen Ankern vom Umweltzentrum Hannover.

Durch MIMS werden die Koordinationskosten der Fahrradoffensive in Höhe von ca. 120.000€ zu 90% aus EFRE-Mitteln gefördert. Investitionen in verbesserte Fahrradinfrastruktur wie den Ausbau von Radwegen und verbesserte Beleuchtung der Fahrradwege begleiten die Aktivitäten und tragen zur Schaffung einer attraktiven Fahrradmobilitätskultur bei. Durch die sich ergänzenden sozialen und infrastrukturellen Maßnahmen wird das Fahrrad neuen Bevölkerungsgruppen als Mobilitätsalternative nähergebracht.

    

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