Deurag-Nerag-Areal in Misburg - Hannover.de

Städtebauliche Masterplanung

Deurag-Nerag-Areal in Misburg

Im Rahmen eines Städtebaulichen Masterplanungsprozesses wird eine Nachnutzungsperspektive für das ehemalige Raffineriegelände der Deurag-Nerag GmbH in Verbindung mit dem städtebaulichen Umfeld erarbeitet.

Luftbild des ehemaligen Deurag-Nerag-Geländes

Das ehemalige Raffineriegelände der Erdölraffinerie Deurag-Nerag GmbH (kurz: Deurag-Nerag) in Hannover-Misburg liegt seit 40 Jahren brach. Die Landeshauptstadt Hannover entwickelt als Teil des Projektes DeunerViertel eine Nachnutzungsperspektive für das Areal.

Die städtebauliche Masterplanung soll eine Antwort auf folgende Fragen finden:

  • Was für ein Stadtbaustein kann aus der seit 40 Jahren unzugänglichen Industriebrache einmal werden?
  • Welcher Mehrwert für Misburg und die Gesamtstadt kann durch eine Entwicklung entstehen?

In den 1980er Jahren hat die Deurag-Nerag GmbH in Hannover-Misburg den Betrieb ihrer Erdölraffinerie eingestellt. Seit dieser Zeit ist die circa 90 Hektar große Fläche in unmittelbarer Nähe zum Zentrum von Hannover-Misburg (Meyers Garten) ungenutzt und unzugänglich. Bereits in der Vergangenheit wurde das Areal aufgrund seiner Größe und Potenziale für eine Entwicklung in den Blick genommen.

Projekt "DeunerViertel" startet mit Bestandsaufnahme

Anfang 2024 haben die Landeshauptstadt Hannover und die Deurag-Nerag GmbH, vertreten durch ExxonMobil, eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Darin haben beide Seiten vereinbart, in einem gemeinsamen Projekt bis Ende 2028 zu untersuchen, ob und wie die Fläche neu entwickelt und nachgenutzt werden kann. Denn: Der Landeshauptstadt Hannover fehlen Wohnraum und Gewerbeflächen. Die Neuentwicklung des ehemaligen Raffineriegeländes könnte eine Lösung sein. Das gemeinsame Projekt der Landeshauptstadt Hannover und der Deurag-Nerag GmbH trägt den Namen „DeunerViertel“. In der ersten Projektphase wird eine umfassende Bestandsaufnahme unter anderem zu den Themen Altlasten, Kampfmittel, Arten-, Biotop- und Naturschutz sowie Schall und Verkehr durchgeführt.

Weitergehende Informationen zum Projekt DeunerViertel: www.deunerviertel.de

Die Landeshauptstadt Hannover entwickelt die städtebauliche Masterplanung im Rahmen eines kommunikativen Prozesses als Beitrag für das Projekt DeunerViertel. Auch die städtebauliche Verbindung zwischen dem ehemaligen Deurag-Nerag-Areal und dem Stadtteil Misburg spielt eine wichtige Rolle in der Planung. Bei dieser Aufgabe wird die Stadtverwaltung von dem Planungsbüro KCAP unterstützt. KCAP erarbeitet die städtebaulichen Entwicklungsperspektiven und Entwürfe für das Deurag-Nerag-Areal. Wenn die Planung abgeschlossen ist, wird sie ein Konzept für die Nachnutzung der Fläche aufzeigen. Die Fragen lauten: 

  • Welche Art von Stadtquartier könnte hier einmal entstehen? 
  • Wie könnte ein neues Stück Misburg mit einer zukunftsfähigen Mischung aus Wohnen, Gewerbe- und Grünflächen entwickelt werden? 
  • Wie könnte sich ein neues Stadtquartier in der Umgebung einfügen?

Masterplanung bis Mitte 2027 in mehreren Phasen

Die Arbeit an der städtebaulichen Masterplanung durchläuft bis Mitte des Jahres 2027 mehrere Phasen. In diesen Phasen entsteht schrittweise das Konzept für die mögliche Nachnutzung des Deurag-Nerag-Areals. Die Bürger*innen der Landeshauptstadt können sich aktiv an diesem Prozess beteiligen: In mehreren Öffentlichkeitsveranstaltungen gibt es die Gelegenheit, sich zu informieren und mit den Planer*innen und der Verwaltung in einen Austausch zu treten.

Neben der Entwicklung einer Nachnutzungsperspektive für das Gelände in Verbindung mit dem räumlichen Umfeld, soll die städtebauliche Masterplanung im Projekt DeunerViertel auch im Zusammenhang mit dem weiteren Vorgehen der Altlasten- und Kampfmittelsanierung als Grundlage dienen. Im Falle einer positiven Entscheidung beider Projektpartner*innen über den Fortgang des Projektes einer Entwicklung des ehemaligen Raffineriegeländes kann im Anschluss an die laufende erste Projektphase eine mehrjährige Sanierungsphase folgen. Das Projekt ist von einer besonderen Komplexität und Vielfalt geprägt.

Mehr Informationen zur städtebaulichen Masterplanung sowie zum Deurag-Nerag-Areal finden sich im FAQ weiter unten auf dieser Seite.

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