Einzelhandels- und Zentrenkonzept

Neuaufstellung mit integriertem Nahversorgungskonzept

Neues Einzelhandels- und Zentrenkonzept für Hannover in Aufstellung: Der Abschlussbericht des beauftragten Gutachterbüros liegt vor. Die daraus von der Verwaltung erarbeiteten Konzeptentwürfe befinden sich im politischen Beratungsverfahren.

Eine gute Versorgung mit Einkaufsmöglichkeiten in erreichbarer Nähe ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal für das Leben in der Stadt. Die Verteilung von Standorten des Einzelhandels wird in Hannover vorausschauend geplant und umgesetzt. Dafür ist ein städtebauliches Konzept erforderlich.

In den letzten Jahren hat Hannover eine dynamische Stadtentwicklung erfahren. Wachstums- und Wandlungsprozesse stellen die Stadtplanung vor Herausforderungen und machen es erforderlich, Planungskonzepte auf den Prüfstand zu stellen. Das gilt auch für den Einzelhandel.

Die zunehmende Digitalisierung, fortschreitende Umstrukturierungs- und Konzentrationsprozesse im Handel, neue rechtliche Anforderungen (z. B. aus der Novellierung des Baugesetzbuches, durch höchstrichterliche Rechtsprechung zum Einzelhandel sowie geänderte Vorgaben aus den Raumordnungsprogrammen des Landes Niedersachsen und der Region Hannover) haben eine Aktualisierung und Neuauflage der städtischen Einzelhandels- und Zentrenkonzeption notwendig gemacht.

Die Bedeutung der Nahversorgung in den Wohngebieten mit Artikeln des täglichen Bedarfs berücksichtigt das integrierte Nahversorgungskonzept, das in dieser Form erstmals aufgestellt worden ist. Es soll sichergestellt werden, dass in fußläufiger Entfernung (in einem Radius von 500 m Luftlinie) die Möglichkeit besteht, Lebensmittel in einem Discounter oder Vollsortimenter einzukaufen, ohne dafür das Auto benutzen zu müssen.

In engem Zusammenhang zum Einzelhandels- und Zentrenkonzept steht das Vergnügungsstättenkonzept für die Landeshauptstadt Hannover. Die dynamische Entwicklung bei den Vergnügungsstätten, insbesondere bei Spielhallen und Wettbüros, steht in räumlicher Konkurrenz zu den Einzelhandelsstandorten in den Zentren und den zentralen Versorgungsbereichen und bedarf daher einer mit den Belangen der Versorgung der Bevölkerung abgestimmten Steuerung, da es sich um dieselben Standorte handelt. Weitere Informationen hierzu sind auf der Seite www.einzelhandelskonzept-hannover.de/vergnuegungsstaettenkonzept abrufbar.

Die Landeshauptstadt hat das Gutachterbüro CIMA Beratung und Management GmbH aus Hannover beauftragt, ein Konzept zum Einzelhandel und zu Vergnügungsstätten zu erarbeiten. Die Arbeiten wurden im März 2017 begonnen - der Abschlussbericht wurde im Dezember 2019 vorgelegt.

Wesentliche Bestandteile des neuen Konzeptes sind:

  • die Überprüfung der Ziele und Grundsätze des bisherigen Konzeptes
  • die Untersuchung der räumlichen und strukturellen Auswirkungen der Digitalisierung und des Online-Handels
  • die Aufstellung eines Nahversorgungskonzeptes zur Sicherung der wohnortnahen Versorgung mit Artikeln des täglichen Bedarfes
  • die Überprüfung der "Hannoverschen Liste" der zentrenrelevanten und nicht zentrenrelevanten Sortimente
  • konzeptionelle Aussagen zur stadträumlichen Steuerung von Standorten für Vergnügungsstätten
  • Übereinstimmung mit den Zielen der Landes- und Regionalplanung.

Verfahrensstand

Aus den Ergebnissen des Gutachtens der CIMA hat die Verwaltung je einen Entwurf eines Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes mit integriertem Nahversorgungskonzept sowie eines Vergnügungsstättenkonzeptes für die Landeshauptstadt Hannover erarbeitet.

Beide Konzepte sind in Form von Beschlussdrucksachen mit dem Ziel in die politischen Beratungen gegeben worden, das Konzept nach den Sommerferien 2020 öffentlich auszulegen.

Auf der Projekthomepage www.einzelhandelskonzept-hannover.de können sowohl das Gutachten der CIMA als auch die Entwürfe der Konzepte sowie die Beschlussdrucksachen der Verwaltung eingesehen werden. Ferner sind dort Kurzfassungen mit den wichtigsten Ergebnissen abrufbar.