Nachbericht
Forumssitzung zu Femiziden
Fachvorträge und Austausch zur Prävention.
Am 13. Mai 2026 fand in den Räumlichkeiten an der Hildesheimer Straße die teil-öffentliche Sitzung des Forums gegen häusliche Gewalt in der Region Hannover zum Thema Femizide statt.
Zur Veranstaltung waren Fachleute aus Verwaltung, Politik, Polizei und Justiz sowie aus verschiedenen Netzwerken und Arbeitsgruppen eingeladen, darunter Mitglieder der lokalen Runden Tische, des Gleichstellungsausschusses, des frauenpolitischen Netzwerks sowie Akteur*innen aus dem Frauen-, Kinder- und Gesundheitsschutz.
Petra Mundt, Gleichstellungsbeauftragte der Region Hannover, eröffnete die Veranstaltung. Durch das Programm führte Tanja Kovačević von Suana.
Den ersten inhaltlichen Beitrag übernahm Prof. Tillman Bartsch vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN). Er stellte Ergebnisse der empirisch-kriminologischen Untersuchung zu Tötungsdelikten an Frauen in Deutschland vor. Dabei ging es unter anderem um Zahlen, Hintergründe und typische Konstellationen der Taten. In der anschließenden Fragerunde wurde deutlich, dass großes Interesse an der Einordnung der Ergebnisse besteht.
Nach einer kurzen Pause folgte der Vortrag von Franziska Pröll (FAZ). Sie näherte sich dem Thema Femizide aus feministischer Perspektive und sprach über strukturelle Zusammenhänge sowie mögliche Ansätze zur Prävention. Auch hier wurde die Gelegenheit für Rückfragen intensiv genutzt.
Neben den Vorträgen stand vor allem der Austausch im Mittelpunkt. Beim anschließenden Get-together konnten die Teilnehmenden miteinander ins Gespräch kommen und Kontakte vertiefen.
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