FrauenNeujahrsEmpfang 2026 - Hannover.de

Nachbericht

FrauenNeujahrsEmpfang 2026

Strukturelle Benachteiligungen bekämpfen – gemeinsam Haltung zeigen

Rund 250 Frauen aus Politik, Verwaltung, Vereinen und Verbänden kamen am 6. Februar 2026 zum FrauenNeujahrsEmpfang zusammen. Der Empfang bot Raum für Begegnung, Austausch und klare Positionierungen zu aktuellen gleichstellungspolitischen Herausforderungen – in der Zeit, in der gesellschaftliche Debatten zunehmend schärfer geführt werden und Errungenschaften der Gleichstellung immer wieder in Frage gestellt werden.

  

Nach dem Einlass eröffneten Grußworte von der Gleichstellungsbeauftragten Petra Mundt und der stv. Regionspräsidentin Michaela Michalowitz den Abend. Sie machten deutlich, dass Benachteiligung von Frauen kein individuelles, sondern ein strukturelles Problem und die Behebung essenziell für die Demokratie ist. Finanzielle Ungleichheiten beeinflussen berufliche Entwicklung und politische Teilhabe. Umso wichtiger seien starke Netzwerke, Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung.

  

Ein sichtbares Zeichen setzte der Auftritt der Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten in der Region Hannover (AGGB): Alle Frauen trugen T-Shirts mit der Aufschrift „Demokratieschützerin“. Damit machten sie deutlich, dass Gleichstellung und der Einsatz für demokratische Werte untrennbar miteinander verbunden sind.

  

Den inhaltlichen Schwerpunkt des Abends bildete die Podiumsdiskussion, moderiert von Caroline Hoppe. Gemeinsam mit den Expertinnen Ayten Berse, Sonja de Vries und Anja Wessel-Jorißen wurden finanzielle Abhängigkeiten, Machtverhältnisse und strukturelle Hürden für Frauen diskutiert. Die Diskussion zeigte, wie entscheidend finanzielle Bildung, Transparenz und der Zugang zu Unterstützungsangeboten für die Selbstbestimmung von Frauen sind.

  

Musikalisch begleitet wurde der Abend von Twintone. Das Duo schuf mit ihrem Auftritt einen verbindenden Moment und leitete den offenen Austausch ein.

Beim anschließenden Get Together nutzten viele der anwesenden Frauen die Gelegenheit, Gespräche zu vertiefen, neue Kontakte zu knüpfen und Netzwerke weiter auszubauen. Der FrauenNeujahrsEmpfang machte deutlich: Finanzielle Gleichstellung braucht politische Rahmenbedingungen, aber ebenso Zusammenarbeit und Austausch von Frauen in Räumen nur für Frauen – denn nur gemeinsam lassen sich bestehende Benachteiligungen überwinden.

  

Veröffentlicht am 10.02.2026

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