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Demokratiebildung

Kita – Kinderstube der Demokratie

Über die Implementierung von Partizipations- und Beschwerdeverfahren in Kindertagesstätten

Neben einem Weg steht statt eines Ortsschilds ein Schild mit der Aufschrift "Partizipation". © AWO Hannover (Geiger)

Partizipation - auch in der Kita.

Am 12. Dezember 2018 fand die Abschlussveranstaltung der Multiplikator*innenausbildung für Partizipation in der Kindertagesstätte in der Volkshochschule Hannover statt. Die Landeshauptstadt hat mit dieser Qualifikation 19 Teilnehmer*innen von acht verschiedenen Trägern qualifiziert, die in den nächsten Jahren weitere Kindertagesstätten begleiten sollen auf dem Weg zur Implementierung von Partizipations- und Beschwerdeverfahren in der Kita.

Hintergrund

Spätestens mit dem 2012 in Kraft getretenen Bundeskinderschutzgesetz findet die Beteiligung von Kindern in Tageseinrichtungen besondere Beachtung. Die Erteilung einer Betriebserlaubnis wird darin davon abhängig gemacht, ob in der Kita „geeignete Verfahren zur Beteiligung von Kindern und die Möglichkeit der Beschwerde in persönlichen Angelegenheiten“ Anwendung findet. Jede Kita ist demzufolge aufgefordert die eigene Konzeption dahingehend zu überprüfen, zu erneuern oder zu ergänzen.

Die Landeshauptstadt Hannover hat ein großes Interesse daran, die konzeptionelle und institutionelle Umsetzung von Partizipations- und Beschwerdeverfahren in den Kitas aller Träger zu fördern und voranzubringen. Sie hat daher mit dem Leiter des Instituts für Partizipation und Bildung e.V. in Kiel, Herrn Rüdiger Hansen, die Qualifizierungsreihe vereinbart, die im November 2017 begann und im Dezember 2018 endete.

Von der Theorie in die Praxis

Unter dem Titel „Kita – Kinderstube der Demokratie“ haben das Institut für Partizipation und die Fachhochschule Kiel/Hochschule für Angewandte Wissenschaft ein Konzept für die konsequente Überprüfung der Machtverhältnisse in der pädagogischen Beziehung in Kindertageseinrichtungen entwickelt. Nach der Aussage von Janusz Korczak „Partizipation von Kindern und Jugendlichen beginnt in den Köpfen der Erwachsenen, Kinder und Jugendliche sind durchaus in der Lage ihre Rechte zu definieren und zu vertreten“ sollen Kita-Teams ein demokratisches Verfahren entwickeln, das Einmischen von Kindern als wünschenswert erachtet und damit Machtmissbrauch durch pädagogische Fachkräfte möglichst verhindert.

Für weitere Informationen wenden Sie sich gerne an die Landeshauptstadt Hannover, Fachberatung für trägerübergreifende Angelegenheiten und Programme, Telefon: 0511 168-46193.